Weiterbildung ist ein FAQ im Recruiting – und die Antwort ist oft nebulös

Weiterbildungsreporting

Backstage | Die Möglichkeiten fachlicher und persönlicher Entwicklung sind für viele Kandidaten ein wichtiges Thema bei geplanten beruflichen Veränderungen. Arbeitgeber bleiben hier oft aber nebulös. „Klar gibt es Weiterbildung“, „Aber sicher können Sie sich entwickeln“. Fragt man Personaler und Führungskräfte nach Details zu ihrem Qualifizierungsangebot, kommen sie nicht selten ins Schwimmen. Der Grund: sie kennen die Details nicht, es fehlt ein Reporting über Weiterbildungsaktivitäten des Unternehmens.

Firmenübergreifende Weiterbildungserhebung interessant

Vor Kurzem ist die Weiterbildungserhebung des IW Köln veröffentlicht worden. Hier kann man u.a. lesen, wieviel Geld und Zeit Firmen in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren, welche Lernformate wie intensiv genutzt werden, welche Themen im Fokus stehen und dass betriebliche Weiterbildung stärker individualisiert wird. Interessante Informationen – schön wäre es für Bewerber, wenn Unternehmen solche konkreten Angaben auch für sich als Arbeitgeber machen könnten.

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Firmeneigenes Reporting zur Weiterbildung wichtig

Das setzt aber ein entsprechendes Reporting ihrer Weiterbildungs­aktivitäten/ Qualifizierungs­maßnahmen voraus. Wir haben für und mit einem Unternehmen der Versicherungsbranche im 3./4. Quartal 2017 ein entsprechendes Reporting-Konzept entwickelt.

Dies umfasst nicht nur eine Festlegung, Umschreibung und Differenzierung notwendiger Basiswerte, aus denen sich aufgewählte, relevante Kennzahlen ermitteln lassen. Es beinhaltet darüber hinaus auch eine Systematik entsprechender Kennzahlen unterschieden nach

  • input-orientierten Kennzahlen (z.B. Qualifizierungsinhalte, Kosten)
  • output-orientierte Kennzahlen (z.B. Teilnehmerzufriedenheit, Lernerfolg)

einschließlich der strukturierten Beschreibung der einzelnen Kennzahlen. Diese umfasst u.a. ihre Berechnung und Differenzierungsmöglichkeiten sowie Interpretationshilfen (Was sagt die Kennzahl konkret aus?).

Außerdem zeigt das Konzept verschiedene Möglichkeiten zur Nutzung dieses Reportings auf und gibt Empfehlungen zur Visualisierung z.B. in einem Management Cockpit.

Recruiter mehr über den Tellerrand hinaus einbinden

Ruth Böck, Geschäftsführerin von upo, ist überzeugt: „Recruiting sollte nicht nur als Beschaffer von Bewerbern verstanden werden, sondern sich viel mehr über diesen „Tellerrand hinaus“ in Personalthemen einbringen und eingebunden werden. Wer Recruiting macht, kennt die Informationsbedürfnisse der Bewerber. Dieses Wissen z.B. in ein Reportingkonzept zum Thema betriebliche Weiterbildung einzubringen, erweitert dessen Nutzungsmöglichkeit und macht es noch wertvoller für das Unternehmen.“

* Auch wenn wir zu Gunsten der Lesbarkeit auf die gleichzeitige Nutzung aller Genderformen verzichten, meinen wir immer alle Geschlechter.

Ruth Böck
... ist einer der Köpfe von upo - Bausteine für Rekrutierungserfolg. Als "Recruiting-Qualitäterin" unterstützt sie Arbeitgeber in der Professionalisierung ihres Recruitings durch Recruiting Checks und Beratung, Konzeption von Recruiting Instrumenten, operative Recruiting Services (RPO) oder den Ausbau von Recruiting Kompetenz durch Webinare, Seminare und Workshops. Außerdem ist sie die Initiatorin von Rekrutierungserfolg.de - dem Portal für das Recruiting.