Startup oder Konzern – wo zieht´s Studierende mehr hin?

© campusjäger

Zweidrittel der Studierenden möchten lieber in einem Konzern arbeiten, ein Drittel sieht sich eher als Mitarbeiter in einem Startup. Das ist das zentrale Ergebnis einer Umfrage von campusjäger unter 1.000 Studierenden deutschlandweit, die im März 2016 durchgeführt wurde.

Gehalt (64%), Jobsicherheit (48%) und Karrierechancen (47%) – das sind die wesentlichen Anziehungsfaktoren von Konzernen. Startups können demgegenüber mit Arbeitsatmosphäre (78%), Entwicklungsmöglichkeiten (68%) und Innovationsfähigkeit (54%) punkten. 

Es zeigen sich in der Studie allerdings auch auffällige Unterschiede der Interessen nach der Studienrichtung der Befragten. Studierende im Bereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie in den MINT-Fächern zieht es zu ca. 3/4 bzw. 62% eher in einen Konzern. Die Interessen von Sozial- und Geisteswissenschaftlern sind da ausgewogener: 43% sind an einer Arbeit in einem Startup-Unternehmen interessiert, die übrigen 57% sehen sich eher in einem Konzern. 

Interessant sind die Motive für die jeweilige Auswahlentscheidung: für Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler spielt das Gehalt eine zentrale Rolle, für Studierende in den MINT-Fächern zählt v.a. die Innovationsfähigkeit, der Umfang und der Anspruch der Aufgaben, Sozial- und Geisteswissenschaftler legen insbesondere Wert auf Arbeitsplatzsicherheit. 

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Auch bei der Art der Beschäftigung gibt es einen interessanten Unterschied: wer einen Praktikumsplatz sucht, orientiert sich eher Richtung Konzern; geht es um einen Werkstudentenjob, suchen die Studierenden verstärkt auch die Mitarbeit bei einem Startup. 

Unterschiede in den Präferenzen nach Alter oder Geschlecht lassen sich hingegen kaum feststellen. In der Studie wurden die Befragten in zwei Altersgruppen – unter 23 Jahre und über 22 Jahre – unterteilt; die Anteilswerte für Konzern und Startup waren nahezu identisch. Im Vergleich der Geschlechter können sich zwar Frauen etwas mehr vorstellen, in einem Startup zu arbeiten, der Unterschied zu dem Anteil der männlichen Befragten liegt aber nur bei 6 Prozentpunkten. Für Frauen ist bei ihrer Entscheidung die Arbeitsatmosphäre besonders wichtig, Männer orientieren sich an Gehalts- und Karriereaussichten. 

Die Studienergebnisse stehen hier als Download zur Verfügung.