Ohne Umdenken keine Loyalität!

Ergebnisse der Arbeitsmarktstudie Talent Trends der Page Group

Der tiefgreifendste Wandel der Arbeitskultur seit dem Aufkommen des Internets – so lässt sich die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt zusammenfassen, wenn man die Ergebnisse der globalen Talent Trends-Studie 2023 der PageGroup betrachtet. Die Ergebnisse basieren auf den Antworten von mehr als 69.500 Kund:innen und Bewerbenden weltweit, von denen über 28.000 aus Europa und 2.259 aus Deutschland stammen. Insgesamt wurde die Studie zwischen November 2022 und Mitte Januar 2023 in 37 Märkten durchgeführt und liefert als eine der größten globalen Studien wichtige Erkenntnisse für den Arbeitsmarkt der Zukunft.

Loyalität ist an klare Bedingungen geknüpft

Die Trends am globalen Arbeitsmarkt sind auch in Deutschland deutlich spürbar”, so Nicholas Kirk, CEO der PageGroup. “Jede Region hat in den letzten Jahren über alle Altersgruppen, Märkte und Branchen hinweg einen transformativen Wandel erlebt.” Die Studie zeigt die wichtigsten Arbeitsmarkttrends und Veränderungen in den Einstellungen und Motivationen von Arbeitnehmenden in ganz Europa, einschließlich Deutschland, auf. “Die Ergebnisse führen zu dramatischen Schlussfolgerungen. Wir erleben einen tiefgreifenden Wandel hinsichtlich Bedürfnissen und Anforderungen. Dadurch hat sich die Beziehung der Menschen zu ihrem Arbeitsplatz allgemein verändert. Die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, ein wettbewerbsfähiges Gehalt und gute Aufstiegsmöglichkeiten sind nicht mehr verhandelbar, und die Fachkräfte sind bereit, ihre derzeitige Stelle zu verlassen, um sich diese Vorteile zu sichern”, ergänzt Kirk.

Das heißt, die Offenheit der Arbeitnehmenden in Deutschland für einen Wechsel liegt nicht unbedingt daran, dass sie mit ihrem Arbeitsplatz grundsätzlich unzufrieden sind. Immerhin ist die Hälfte der Befragten mit ihren Aufgaben zufrieden (29 Prozent sind unzufrieden) und 64 Prozent haben an ihrem Gehalt nichts auszusetzen. Während das Gehalt beim Job(neu)einstieg immer noch eine große Rolle spielt, sind es im Verlauf andere Kriterien, wie die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln, wichtige Erfahrungen zu sammeln und neue Fähigkeiten aufzubauen. Hinzu kommt ein immer stärkerer Wunsch nach einer effektiven Work-Life-Balance auf Mitarbeitenden-Seite. Entsprechend ist die Mehrheit (82 Prozent) dazu bereit, den aktuellen Arbeitsplatz aufzugeben, wenn andernorts bessere Bedingungen herrschen.

“Wer in der heutigen Arbeitswelt Talente binden möchte, muss sich im Wettbewerb einen klaren Vorteil verschaffen. Der Schlüssel dazu liegt in einer maximalen Zielgruppenorientierung, also darin, sich klar an den Bedürfnissen der Arbeitnehmenden auszurichten und deren Prioritäten in den Fokus zu setzen”, so Goran Baric, Geschäftsführer PageGroup Deutschland. Eine gelebte Work-Life-Balance, Anerkennung und Wertschätzung sind Erfolgskriterien zur Mitarbeitendenbindung.

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Flexibilität im Arbeitsleben wird zum allgemeingültigen Recht

Heutzutage ist Job-Hopping zur Norm geworden – dies gilt unabhängig von Land, Alter, Geschlecht, Position und Branche. Wie die Studie zeigt, sind 8 von 10 Personen, die innerhalb des letzten Jahres eine neue Stelle angetreten sind, offen für einen erneuten Jobwechsel.

“Die Pandemie hat sicherlich einen großen Anteil daran, dass Menschen offener für einen Jobwechsel sind, denn sie hat viele dazu veranlasst, ihre Einstellung zu Karriere und beruflichem Erfolg neu zu bewerten und zu überdenken. Das sind jedoch keine flüchtigen Trends oder reaktionäre Antworten auf eine Zeit der Turbulenzen. Vielmehr verändert diese Einstellung die Arbeitswelt und die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Talente anziehen und binden, subtil, aber grundlegend”, so Baric.

So bewerten 56 Prozent der weltweit Befragten (44 Prozent davon in Deutschland) die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben als sehr wichtig. Für 7 von 10 Personen hat die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben sogar Vorrang vor dem beruflichen Erfolg. Mehr als die Hälfte (61 Prozent) der deutschen Arbeitnehmenden würde eine Beförderung ablehnen, wenn sie das Gefühl haben, dass sie sich negativ auf ihr Wohlbefinden auswirken könnte.

“Flexibilität ist heute keine Leistung mehr, die ein Arbeitgeber nach eigenem Ermessen gewähren kann. Es ist ein allgemeines Recht geworden und wird so auch eingefordert – kaum jemand ist mehr bereit, auf seine Work-Life-Balance zu verzichten”, betont Baric.

Möchten sich Unternehmen also zukunftsgerichtet aufstellen, müssen sie ein gutes Angebot an Gehalt, Karriereförderung und Flexibilität bieten – im Idealfall individuell ausgerichtet auf die entsprechenden Bedürfnisse der Kandidat:innen.

Weitere Einblicke liefert die globale Arbeitsmarktstudie Talent Trends 2023 der PageGroup, die hier aufrufbar ist.

Pressemitteilung