Öffentlicher Dienst 2021: Stärkster Personalzuwachs seit der deutschen Vereinigung

Arbeitsmarktzahlen

Rund 5,1 Millionen Menschen in Deutschland waren 2021 im öffentlichen Dienst beschäftigt (Stichtag 30. Juni 2021). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Tages des öffentlichen Dienstes am 23. Juni 2022 nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 125 600 Beschäftigte oder 2,5 % mehr als ein Jahr zuvor. Dies war der höchste Anstieg gegenüber einem Vorjahr seit der deutschen Vereinigung. Damit arbeiteten 2021 rund 11 % der Erwerbstätigen in Deutschland im Staatsdienst. Hohe Zuwächse waren im Gesundheitswesen, bei den Schulen und Hochschulen, und wie schon im Vorjahr bei der Polizei und in Kitas zu verzeichnen.

Deutlicher Anstieg beim Personal im Gesundheits- und Bildungswesen

Im Gesundheitswesen, zu dem neben öffentlichen Krankenhäusern beispielsweise auch die Gesundheitsämter und Impfzentren zählen, war Mitte 2021 ein starker Personalanstieg um 20 500 auf 209 500 Personen im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen (+11 %). Bei den Schulen stieg die Zahl der Beschäftigten innerhalb eines Jahres um 16 300 auf 982 400 (+1,7 %) und bei den Hochschulen einschließlich der Hochschulkliniken um 21 000 auf 606 800 (+3,6 %).

Zahl der Erzieherinnen und Erzieher in 15 Jahren fast verdoppelt

Der seit Jahren anhaltende Personalzuwachs bei kommunalen Kindertageseinrichtungen setzte sich weiter fort: Mitte 2021 waren dort 256 900 Personen beschäftigt und damit 13 300 oder 5,5 % mehr als ein Jahr zuvor. Langfristig betrachtet hat sich die Zahl der Erzieherinnen und Erzieher von 2006 bis 2021 nahezu verdoppelt (+96 %).

Zweitgrößter Personalzuwachs bei der Polizei seit Mitte der 1990er Jahre

Bei der Polizei kam es innerhalb eines Jahres zu einem Beschäftigungszuwachs um 7 100 Personen oder 2,1 % auf insgesamt 348 500. Das war nach 2017 (+7 200) der zweitgrößte Zuwachs seit Mitte der 1990er Jahre. Damit waren Mitte 2021 rund 11 % oder 35 200 mehr Personen im Polizeidienst beschäftigt als noch fünf Jahre zuvor.

Pressemitteilung