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Studie: Unternehmen erwarten von Personalberatern besonders Geschwindigkeit und Passgenauigkeit

Mittwoch, 19.12.2018 - von: RE Redaktion


Erwartungen an Personalberater© pressmaster - Fotolia.com

Geschwindigkeit der Suche und Passung der Kandidaten sind für Unternehmen die wichtigsten Kriterien bei der Personalgewinnung. Gleichzeitig werden diese beiden Faktoren als entscheidend für die Zusammenarbeit mit Personalberatern bewertet. Bei der Suche im Top-Management sind 70 Prozent der Großunternehmen sehr zufrieden/zufrieden (knapp 60 % bei KMU) mit der Geschwindigkeit der beauftragten Personalberater. Alternative Suchwege - zum Beispiel über externe Portale, Netzwerke oder aktive Portalsuche - schneiden hier in beiden Größenklassen im Vergleich erheblich schlechter ab. Dies sind Ergebnisse der gemeinsamen Befragung "Headhunting im digitalen Zeitalter" des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU), der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) und der International University of Applied Sciences Bad Honnef (iubh) unter 73 Unternehmen und 157 Personalberatungen. Weiterhin zeigen sich 57 Prozent der Großunternehmen im Rahmen des Suchprozesses sehr zufrieden/zufrieden mit der Passgenauigkeit der Kandidaten (Top-Management und mittleres Management), die von den Personalberatern präsentiert wurden. Bei den KMU-Auftraggebern lag der Anteil bei 67 Prozent (Top-Management) beziehungsweise 60 Prozent (mittleres Management).

Digitale Tools - beispielsweise Candidate Relationship Management-Systeme, digitale Markt- und Ausschreibetools, datenbasierte Auswahltools oder Online Video Interviews - werden vor allem von der Kontaktaufnahme bis zur Erstbegegnung mit Kandidaten eingesetzt. Bei den Erwartungen an digitale Lösungen zeigen sich Unterschiede bei Unternehmen und Personalberatern. Die Unternehmen erwarten vor allem Datensicherheit, Schnittstellen zu eigenen Systemen und Validität; die Personalberater dagegen erhoffen sich durch den Einsatz digitaler Tools besonders Beschleunigung und Vereinfachung der Prozesse und somit Entlastung. Und: Im eigentlichen Auswahlverfahren werden digitale Instrumente noch wenig eingesetzt.

Weitere Kernaussagen der Befragung in der Übersicht:

  • Dass im Vergleich der Mittelstand noch stärker als Großunternehmen bei Besetzungen auf allen Ebenen externe Talente einstellt und die Unterstützung von Personalberatern sucht, liegt auch daran, dass Großunternehmen auf den eigenen größeren Talentpool zurückgreifen können und aktive Nachfolgeplanung betreiben.
  • Personalberater dominieren bei der Suche im Top Management. Für die Suche im mittleren Management etablieren sich digitale Suchwege. Ebenso ist aber auch die Eigensuche der Unternehmen verbreitet.
  • Vor allem bei der Besetzung des mittleren Managements sind die Personalberater nicht ohne Konkurrenz, z.B. durch externe Portale oder Netzwerke.
  • Aus Sicht der Unternehmen werden Personalberater primär für ihre Leistungen hinsichtlich Auswahl und Ansprache eingesetzt. Dabei ist auch die diagnostische Kompetenz gefragt, ebenso ist die personelle Entlastung häufig Grund für die Wahl des Personalberaters.
  • Unternehmen erwarten vor allem eine gute Vorselektion der Kandidaten durch die Personalberatung.


Alle drei Kooperationspartner der Befragung sind davon überzeugt, dass der anhaltende und zunehmende Fachkräftemangel eine zentrale Herausforderung für Unternehmen darstellt, der sowohl mit digitalen Methoden, aber auch nach wie vor klassisch begegnet werden muss.

Prof. Dr. Christel Gade, IUBH School of Business and Management, betont: "Die Möglichkeiten digitaler Instrumente sind sowohl im Sourcing als auch in der Auswahl immens und werden im Vergleich wenig genutzt. Zugleich ist aber das fundierte auf Erfahrung basierende Urteil guter Personalberater gerade für komplexer angelegte Aufgaben nach wie vor gefragt, denn es geht um Menschen, die miteinander erfolgreich sein sollen."

Wolfram Tröger, Vorsitzender Fachverband Personalberatung im BDU, wiederum stellt fest: "Wir Personalberater müssen das Beste aus beiden Welten zusammenführen, um unsere Klienten bestmöglich im Recruiting unterstützen zu können. Denn: Algorithmen alleine garantieren kein perfektes Matching von Kandidat und Unternehmen. Unsere Praxis-Erfahrungen zeigen vielmehr: Menschen wollen auch von Menschen angesprochen, informiert und überzeugt werden."

Kai H. Helfritz, Projektleiter Sponsoring und Kooperationen bei der DGFP, fügt hinzu, dass diese Befragung eine Momentaufnahme ist: "Der Einsatz der digitalen Tools wird mehr und mehr zunehmen. Hier bedarf es weiterer Aufklärung und dem Erleben von positiven Erfahrungen. Liegen diese vor, wird der Einsatz immer selbstverständlicher." Weiterhin ist Helfritz froh, dass die Relevanz der Datensicherheit beim Einsatz digitaler Tools so hoch eingeschätzt wird: "Dies wird ein Qualitätsmerkmal jeder eingesetzten digitalen Lösung sein."

Die vollständigen Ergebnisse der Befragung "Headhunting im digitalen Zeitalter" stehen als ausführliche Dokumentation mit zahlreichen Grafiken auf den Websites der Kooperationspartner kostenfrei als Download zur Verfügung, siehe www.bdu.de, www.dgfp.de und www.iubh.de.

 

Pressemitteilung

 

 

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