IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt um 0,5 Punkte

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Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Oktober um 0,5 Punkte gefallen. Nach einer vorübergehenden Stabilisierung im September setzt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) damit seinen Abwärtstrend fort. Allerdings weist das IAB-Arbeitsmarktbarometer mit 101,4 Punkten nach wie vor einen positiven Stand aus. Grund dafür ist der noch immer günstige Beschäftigungsausblick.

Die Arbeitslosenzahlen dürften sich dagegen in den kommenden Monaten saisonbereinigt verschlechtern: Die Arbeitslosigkeitskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers ist im Oktober um 0,7 auf 98,2 Punkte gefallen. Damit liegt der Indikator klar unter der neutralen Marke von 100 Punkten, wenn auch nicht sehr weit im negativen Bereich. „Die Arbeitslosigkeit wird tendenziell zunehmen, solange der Wirtschaftsabschwung anhält. Mit einer Erholung der Konjunktur dürfte sich die Arbeitslosigkeit aber mittelfristig wieder verringern“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

Auch der Beschäftigungsausblick hat sich im Oktober verschlechtert: Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers ging um 0,3 Punkte zurück. Der aktuelle Stand von 104,7 Punkten liegt zwar deutlich unter den Höchstwerten aus dem vergangenen Jahr, aber noch immer klar im positiven Bereich. Die Beschäftigungsentwicklung insgesamt sei relativ robust gegenüber dem Konjunkturabschwung, so Weber: „Trotz des erneuten Dämpfers erwarten die Arbeitsagenturen weiter steigende Beschäftigung.“

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert. Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus den Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

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Eine Zeitreihe des IAB-Arbeitsmarktbarometers einschließlich seiner Einzelkomponenten finden Sie unter www.iab.de/presse/abzeitreihe 

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