New Work nach Corona: Nur 31 Prozent wollen ständig im Büro arbeiten

Quelle: Hubspot

Nur 31 Prozent der deutschen Arbeitnehmenden wollen nach Corona wieder ihre komplette Arbeitszeit im Büro verbringen. Das zeigt eine aktuelle Employer-Branding-Studie des CRM-Plattform-Unternehmens HubSpot mit 430 Teilnehmenden. Stattdessen sind flexible Zeitmodelle bei 69 Prozent der Befragten hoch im Kurs.

Davon wünscht sich ein Fünftel (21 Prozent) die Option, seine Arbeitszeit 50:50 zwischen dem Office und dem heimischen Schreibtisch aufteilen zu können. 17 Prozent bevorzugen es hauptsächlich am Unternehmensstandort und ab und zu von auswärts ihren Aufgaben nachzugehen. Hauptsächlich im Home-Office zu sein, präferieren 15 Prozent. Zu den echten Remote-Workern, die nie ins Büro kommen wollen, gehören 14 Prozent. 2 Prozent bevorzugen weitere Optionen.

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Wie wichtig es ist, dass Unternehmen Hybridmodelle anbieten, zeigt zudem die Frage nach den drei wichtigsten Faktoren bei der Wahl eines Arbeitgebers. Für ein Fünftel der befragten Personen ist die Möglichkeit, im Home-Office oder remote ihrer Tätigkeit nachzugehen, ausschlaggebend. 29 Prozent bevorzugen Firmen, die Flexibilität im Allgemeinen großschreiben, zum Beispiel mit variablen Arbeitszeiten oder unbegrenzten Urlaubstagen.

Gründe für Remote Work: Flexible Arbeitseinteilung und Wegfall von Arbeitswegen

Flexible Arbeitszeiten sind der wichtigste Grund, warum Arbeitnehmende überhaupt von zu Hause arbeiten möchten. Knapp die Hälfte der befragten Personen (47 Prozent), die mindestens ab und zu im Home-Office tätig sein wollen, gaben dies an. Auch das Wegfallen des Anfahrtsweges zwischen Unternehmensstandort und den eigenen vier Wänden gehört zu den Top-Gründen (38 Prozent). Ein Drittel gibt an, zuhause produktiver arbeiten zu können, während 29 Prozent meinen, so mehr Zeit für ihre Hobbys und Vorlieben zu haben (Mehrfachnennungen möglich).

Die größten Herausforderungen bei Remote Work: Ablenkung, Mangel an sozialen Kontakten und fehlendes Vertrauen des Managements

Diejenigen Befragten, die sich wünschen künftig mindestens ab und zu im Home-Office zu arbeiten, sehen die zwei größten Herausforderungen in Ablenkung (41 Prozent) und Mangel an sozialen Kontakten (37 Prozent). Mehr als ein Viertel (26 Prozent) fürchtet mangelndes Vertrauen seitens der Unternehmensführung sowie den Wegfall von Lerneffekten innerhalb von Teams (25 Prozent).

Gregor Hufenreuter, Senior Director Sales DACH bei HubSpot, sieht Remote Work trotz aller Herausforderungen als große Chance für Unternehmen: „Ich hoffe, dass mehr Unternehmen darüber nachdenken, Telearbeit und Remote-Work als Arbeitsoption einzuführen. Dadurch bauen sie ein diverseres Team auf und ziehen mehr Talente an. Unternehmen müssen jedoch nicht nur reibungslose Prozesse und Tools etablieren, sondern auch eine Kultur schaffen, die vertrauensvoll und anerkennend ist – egal, ob Mitarbeitende fünf Tage, einen Tag oder gar nicht ins Büro kommen.“

Gregor Hufenreuter weiß, wovon er spricht. Vor der Pandemie arbeiteten 10 Prozent der HubSpot-Mitarbeitenden im Home-Office. Dann führte das Unternehmen 2020 ein hybrides Arbeitsmodell ein. Alle Mitarbeitenden bestimmen selbst, ob sie im Büro, flexibel oder komplett im Home-Office arbeiten möchten. „Teil des HubSpot Culture Codes ist es, dass Arbeit kein Ort ist, den man aufsucht, sondern eine Sache, die man tut. Wir erhoffen uns von der Regelung auch ein inklusiveres Team. Karriereoptionen sollten nicht an der Postleitzahl scheitern“, erklärt Gregor Hufenreuter. Aktuell beschäftigt HubSpot rund 4.500 Mitarbeitende weltweit.

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