Karrierebooster Vitamin B: Vier von zehn Deutschen bekommen Jobs über Beziehungen

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Besonders die jüngere Generation profitiert bei der Jobsuche von ihrem persönlichen Umfeld und guter Vernetzung auf Social Media.

Gut vernetzt ist halb eingestellt: Aber spielen Beziehungen bei der Jobsuche tatsächlich eine so große Rolle? Diese Frage hat sich das Jobportal Monster gestellt und hierzu im Rahmen einer repräsentativen Umfrage in Zusammenarbeit mit YouGov* insgesamt 2.103 volljährige Deutsche befragt. Das Ergebnis: Rund vier von zehn (39 Prozent) der Befragten haben schon mal einen Job durch persönliche Kontakte bekommen, mehr als die Hälfte (55 Prozent) dagegen noch nie. Berufliches Netzwerken sowie die Frage, zu wem langfristig Kontakt gehalten wird, hängt jedoch offenbar von Faktoren wie Alter und Geschlecht ab.

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Jüngere Generationen sind besser verlinkt

In jüngeren Altersgruppen klappt es mit der neuen Stelle über Vitamin B deutlich besser als bei Älteren: In der Umfrage gaben fast die Hälfte (48 Prozent) der 25-34-Jährigen an, schon einmal über ihr soziales Umfeld an einen Job gekommen zu sein, in der Altersgruppe 55+ waren es nur noch 33 Prozent. Mit zunehmendem Alter wird Netzwerken scheinbar weniger relevant für die Jobsuche.

„Wir gehen davon aus, dass jüngeren Generationen die Wichtigkeit des Netzwerkens im Allgemeinen stärker bewusst ist. Dazu kommt, dass die Nutzung von Social Media es heutzutage enorm erleichtert, Kontakte aufrecht zu erhalten und größere Netzwerke aufzubauen. Das spielt jüngeren Generationen hier klar in die Karten“, sagt Maren Hallin, Head of Marketing DACH bei Monster. In der Tat ist der Anteil an Befragten, der noch nie einen Job mithilfe sozialer Kontakte bekommen hat, in der Gruppe am höchsten, die in keinem sozialen Netzwerk angemeldet ist (66 Prozent).

Netzwerken: Eine Frage des Geschlechts?

Tendenziell gaben Männer zwar etwas häufiger an, ihr soziales Umfeld schon erfolgreich für die Jobsuche genutzt zu haben, die Differenz ist jedoch nur marginal (41 Prozent der Männer gegenüber 37 Prozent der Frauen). Unterschiede zeigten sich dagegen bei der Frage, zu wem über einen längeren Zeitraum der Kontakt aufrechterhalten wird: Frauen halten dabei öfter Kontakt zu alten Schulfreund:innen (51 gegenüber 42 Prozent), Männer dagegen eher zu Studienkolleg:innen (21 gegenüber 13 Prozent).

Zu Ex-Chef*innen und ehemaligen Lehrer*innen wird am wenigsten Kontakt gehalten

Allgemein halten die Deutschen offenbar längerfristig den Kontakt zu Freund:innen aus der Schulzeit sowie zu ehemaligen Arbeitskolleg:innen aufrecht (jeweils 47 Prozent). Zumindest 21 Prozent bleiben sogar mit Ex-Partner:innen vernetzt. Am wenigsten wird der Kontakt zu ehemaligen Chef:innen (13 Prozent) sowie Lehrer:innen und Dozent:innen (8 Prozent) gehalten.

„Insbesondere der Übergang von Schule oder Universität zum Beruf bedeutet meist, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Dafür brauchen viele eben einen klaren Cut. Das gleiche gilt für das Verhältnis zu Ex-Chef:innen. Die Umfrage zeigt klar, dass freundschaftliche Kontakte offenbar eine größere Rolle beim beruflichen Netzwerken spielen, als rein professionelle Kontakte. Persönliche Kontakte zu pflegen lohnt sich also nicht nur privat, sondern auch, um Türen ins Wunschunternehmen oder zum Traumjob zu öffnen und beruflich den nächsten Schritt zu gehen“, so Hallin.

Pressemitteilung