Die Rolle von HR in einer KI-geprägten Arbeitswelt

DGFP Think Tank mit einem Impulspapier zur Rolle von HR in einer KI-geprägten Arbeitswelt

KI-gestützte Systeme verändern bereits heute die Art, wie Arbeit organisiert und ausgeführt wird: Chatbots beantworten Mitarbeiterfragen automatisiert, Algorithmen übernehmen das Bewerber-Ranking, und erste KI-Agenten steuern ganze Prozessketten eigenständig. Für HR bedeutet das eine grundlegende Verschiebung – weg von der Prozessverwaltung, hin zur strategischen Gestaltung von Entwicklung, Kultur und Organisation. 

Gleichzeitig verbreitet sich in vielen Organisationen bereits jetzt eine informelle Nutzung von KI- Tools – ohne Governance, ohne Transparenz, oft als „Shadow-KI“ bezeichnet. Laut einer aktuellen Studie zum Thema Shadow AI (Ivanti) gaben 46% der Befragten an, Tools für generative KI zu nutzen, die nicht vom Arbeitgeber bereitgestellt werden. Jeder dritte Mitarbeitende hält demnach KI-Produktivitätstools vor seinem Arbeitgeber geheim. Wenn Unternehmen die Etablierung von KI in den Arbeitsprozessen nicht aktiv gestalten, riskieren sie, die Steuerungsfähigkeit zu verlieren. 

Warum HR jetzt handeln muss 

„Die Frage ist nicht mehr, ob KI die Arbeitswelt verändert, sondern wie wir diesen Wandel gestalten. Gerade HR kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: zwischen technologischer Innovation, organisationaler Entwicklung und den Bedürfnissen der Menschen. Das Impulspapier des DGFP Think Tank liefert wichtige Impulse für eine zukunftsorientierte und menschenzentrierte Personalarbeit. Wir als DGFP möchten damit den Dialog fördern und HR-Verantwortliche dabei unterstützen, die Potenziale von KI verantwortungsvoll und wirksam zu nutzen “, so Christian Lorenz, Geschäftsführer der DGFP.

Für HR ergeben sich daraus weitreichende Aufgaben, etwa in der strategischen Personalplanung, beim Kompetenzaufbau oder bei der Entwicklung neuer Rollenprofile. 

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Das neue Impulspapier des DGFP-Think Tanks zeigt auf, wie KI produktiv eingesetzt werden kann, welche Entwicklungen aktuell absehbar sind und was vorerst Vision bleiben wird. Es zeigt, wie sich Führungsrollen durch KI verändern werden und welche Leitlinien HR beim Einsatz von KI zu beachten sollte. 

„Die KI-Revolution verändert HR grundlegender und schneller als viele erwartet hätten“, erklärt Susanne Blüml, Projektleitung HRM der Zukunft bei der DGFP. „Unser Papier bietet der HR-Community eine klare Orientierung: von einem realistischen Verständnis verschiedener KI-Typen über sinnvolle Mensch-KI-Arbeitsteilungen bis hin zu konkreten Handlungsfeldern. Entscheidend ist, dass HR nicht nur auf Entwicklungen reagiert, sondern proaktiv die eigene Rolle als strategischer Gestalter einer menschenzentrierten Arbeitswelt neu definiert.“ 

Fünf HR-Kernkompetenzen der Zukunft 

Die Arbeitsgruppe des Think Tank identifiziert fünf zukünftige HR-Kernkompetenzen: System- und Kontextverständnis, Entscheidungs- und Risikopartnerschaft, Beziehungs- und Konfliktarbeit, Gestaltung von Organisation und HR-Systemen sowie KI-Governance und Enablement. Diese Kompetenzen verschieben den Fokus von Einzelfallberatung hin zu strategischer Transformation, Kulturentwicklung und kontextsensibler Entscheidungsberatung.  Es geht um die Frage, wie Menschen und KI künftig erfolgreich zusammenarbeiten. 

So wird der Mehrwert von HR künftig darin liegen, Kontext zu verstehen und verständlich zu machen, Entscheidungen zu begleiten, Beziehungen zu gestalten und Organisationen zu entwickeln – in einer Welt, in der KI ein wesentlicher Akteur der Arbeitswelt wird und dabei viele Antworten liefert, aber (noch) keine Verantwortung trägt. 

zum Download des Impulspapiers „Die neue Rolle von HR in einer KI-geprägten Arbeitswelt“