Ausschnitt Quelle Trendence Institute GmbHDie großen deutschen Automobilmarken, internationale Tech-Konzerne sowie Arbeitgeber aus Forschung, Gesundheit und öffentlicher Infrastruktur gehören 2026 zu den gefragtesten Arbeitgebern unter Studierenden in Deutschland. Das zeigt das aktuelle Trendence Studierenden-Ranking, für das in diesem Jahr insgesamt 13.257 Studierende aus Wirtschafts-, Ingenieur-, IT- sowie Natur- und Gesundheitswissenschaften ihre Stimme abgaben. Jedes Jahr veröffentlicht das Trendence Institut die Rangliste der attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands – unter anderem auch für Studierende. Die Ergebnisse: In der Gunst angehender Wirtschaftswissenschaftler_innen liegt Porsche wie im Vorjahr auf Rang 1. Dahinter folgen Apple und die BMW Group. Bei Studierenden der Ingenieurwissenschaften bleibt BMW der attraktivste Arbeitgeber, gefolgt von Porsche, Audi und Airbus. IT-Studierende fühlen sich vor allem von den großen Tech-Marken angezogen: Apple verteidigt die Spitzenposition vor Google, NVIDIA, Microsoft und Amazon. Bei den Natur- und Gesundheitswissenschaftler_innen behauptet die Berliner Charité den ersten Rang. Auffällig ist hier der starke Zulauf für Arbeitgeber aus Medizin, Forschung und öffentlicher Gesundheit: Das Deutsche Krebsforschungszentrum, das Deutsche Rote Kreuz sowie mehrere Universitätskliniken steigen neu und deutlich sichtbar in die Spitzengruppe ein.
Porsche gilt in Hörsälen der Wirtschaftswissenschaften als attraktivster Arbeitgeber
Bei Studierenden der Wirtschaftswissenschaften dominieren Arbeitgeber mit großer Markenbekanntheit. So verteidigt Porsche seine Spitzenposition im Arbeitgeberranking. Auf den weiteren Plätzen folgen Apple und BMW. Damit bleibt die Spitzengruppe gegenüber dem Vorjahr stabil. Auch Mercedes-Benz hält Platz 4, während adidas sich von Rang 6 auf Rang 5 verbessert. Auffällig sind in diesem Jahr indes die Zugewinne im erweiterten Spitzenfeld. Red Bull verbessert sich von Rang 18 auf Rang 9. Auch die Lufthansa Group legt zu und steigt von Platz 9 auf Platz 6. Airbus rückt von Rang 13 auf Rang 11 vor. Im Finanz- und Beratungsumfeld gewinnen Investmentbanken an Sichtbarkeit. J.P. Morgan verbessert sich auf Rang 12, Goldman Sachs auf Rang 13. Die Europäische Zentralbank klettert derweil von Platz 24 auf Platz 18. Gleichzeitig verlieren einige etablierte Arbeitgeber an Boden. Audi fällt von Platz 5 auf Rang 9, Tesla rutscht von Rang 30 auf Rang 48 ab. Auch klassische Beratungsmarken zeigen ein uneinheitliches Bild: McKinsey bleibt mit Rang 14 in der Spitzengruppe, verliert aber gegenüber dem Vorjahr vier Plätze. BCG fällt von Rang 11 auf Rang 17, Deloitte von Rang 12 auf Rang 16. Damit zeigt sich bei Wirtschaftsstudierenden ein breiteres Attraktivitätsfeld: Neben Automobil- und Tech-Marken gewinnen Lifestyle-, Mobilitäts- und Finanzmarken an Relevanz.
Ingenieurwissenschaften: Rheinmetall und Lufthansa Technik legen deutlich zu
Bei angehenden Ingenieur_innen bleibt die Automobilindustrie das Maß der Dinge. Die BMW Group führt das Ranking an und kann ihren absoluten Stimmenanteil aus dem Vorjahr sogar leicht verbessern. Porsche folgt auf Rang 2, Audi auf Rang 3. Airbus und die Mercedes-Benz Group runden die Top-5 in diesem Studienfach ab. Damit stehen auch 2026 vier Automobilhersteller unter den ersten fünf Arbeitgebern der Ingenieurwissenschaften. Gleichwohl zeigt sich, dass die Wahrnehmung der Arbeitgeberattraktivität von technischen Talenten breiter wird. Lufthansa Technik verbessert sich von Rang 15 auf Rang 11. Rheinmetall setzt seinen Aufwärtstrend fort und steigt von Rang 19 auf Rang 13. Insgesamt gewinnen Arbeitgeber aus Luft- und Raumfahrt, Infrastruktur, Baudienstleistungen und Defence an Bedeutung. Airbus, Rolls-Royce und Rheinmetall stehen beispielhaft für ein Arbeitgeberumfeld, in dem technologische Herausforderung, gesellschaftliche Relevanz und Zukunftsinvestitionen eng miteinander verbunden sind. Zu den auffälligen Bewegungen zählt zudem ASML. Der niederländische Halbleiter-Spezialist steigt neu auf Rang 32 ein.
IT-Studierende: Big-Tech-Unternehmen schlage DAX-Konzerne als Arbeitgeber
Bei IT-Studierenden dominieren auch 2026 die großen internationalen Tech-Konzerne. Apple bleibt auf Rang 1 des Rankings, gefolgt von Google und NVIDIA, das sich auf Rang 3 verbessert. Microsoft rückt auf Rang 4 vor, während Amazon von Rang 3 auf Rang 5 zurückfällt. Die Platzierungen spiegeln die hohe Strahlkraft von Unternehmen wider, die für digitale Produkte, Plattformen, Cloud-Technologien, Künstliche Intelligenz und Halbleiterentwicklung stehen. Besonders deutlich wird das am Abschneiden von NVIDIA und AMD. AMD etwa, steigt neu auf Rang 8 ein. Damit platzieren sich gleich zwei Chip- und KI-nahe Unternehmen in die Top Ten der IT-Studierenden. Aber auch Automobilhersteller bleiben 2026 für Informatiker_innen attraktiv. So behauptet BMW Platz 6 in der Rangliste. Porsche erreicht Rang 7, Airbus Rang 9 und Mercedes-Benz Rang 10. Das zeigt, dass IT-Talente nicht nur auf klassische Software- und Internetunternehmen schauen. Auch Mobilität, Industrie, Luftfahrt, Handel und öffentliche Sicherheit konkurrieren um digitale Nachwuchskräfte. Auffällig ist zudem die wachsende Sichtbarkeit sicherheitsnaher Arbeitgeber. Der BND verbessert sich auf Rang 16, das Bundesamt für Verfassungsschutz auf Rang 35. Rheinmetall (Platz 44) und ALDI DX (48) sind neu im Ranking vertreten. Schwarz IT verbessert sich von Rang 37 auf Rang 22.
Naturwissenschaften: Gesundheit und Forschung prägen das Ranking
Das Ranking der Naturwissenschaftler_innen zeigt 2026 wird auch 2026 wenig überraschend von Arbeitgebern aus Gesundheit, Forschung und dem öffentlichen Dienst angeführt. Die Charité behauptet Rang 1 und baut ihren Vorjahreswert aus. Auf Rang 2 steigt das Deutsche Krebsforschungszentrum neu ein. BioNTech und das Deutsche Rote Kreuz teilen sich Rang 3. Die Max-Planck-Gesellschaft folgt auf Rang 5. Auch weitere Arbeitgeber aus Medizin, Forschung und Versorgung schaffen es in die Spitzengruppe. Das Universitätsklinikum Heidelberg steigt neu auf Rang 7 ein, das Universitätsklinikum Köln auf Rang 10. Hinzu kommen das LMU Klinikum München auf Rang 12, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf auf Rang 19. Damit verfestigt sich der Blick vieler Naturwissenschaftler_innen erkennbar in Richtung medizinischer Forschung, klinischer Anwendung und gesellschaftlicher Versorgung. Klassische Industrie- und Automobilmarken bleiben zwar sichtbar im Trendence-Ranking, verlieren aber vielfach an Boden. Porsche fällt von Rang 3 auf 7, Bayer von 5 auf 9 und Audi von Rang 8 auf Rang 17. Tesla rutscht gar von Rang 23 auf Rang 41 ab.
Über die Trendence-Rankings
Seit dem Jahr 1999 veröffentlicht das Trendence Institut jährlich die Trendence Arbeitgeber-Rankings, die die attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands in vier Kategorien ausweisen: Professionals, Fachkräfte, Studierende und Schüler_innen. Für das hier thematisierte Trendence Absolvent_innen-Ranking 2026 wurden insgesamt 13.257 Studierende befragt. Davon entfielen 4.141 Antworten auf die Wirtschaftswissenschaften, 2.971 auf die Ingenieurwissenschaften, 3.037 auf die Informatik und 3.108 auf die Naturwissenschaften.



