Die attraktivsten Arbeitgeber akademischer Beschäftigter – das Trendence-Ranking 2026

Trendence Ranking 2026: die attraktivsten Arbeitgeber für Akademiker

Die großen Automobilmarken bleiben für berufserfahrene Beschäftigte mit akademischer Ausbildung zwar auch 2026 die attraktivsten Arbeitgeber in Deutschland, verlieren insgesamt aber Stimmenanteile. So lautet das Ergebnis des aktuellen Trendence Akademiker Rankings, für das in diesem Jahr 19.280 Beschäftigte mit akademischer Ausbildung ihr Votum abgaben. Demnach verteidigt BMW ersten Platz vor Google und Audi. Airbus verbessert sich auf Rang 4, während Porsche die Top-5 der attraktivsten Arbeitgeber abrundet. Auffällig ist dabei vor allem eines: Die Automobilindustrie behauptet sich zwar an der Spitze der Rangliste, verliert aber insgesamt an Zustimmung, was auch für die großen Tech-Marken gilt. Gleichzeitig holen andere Arbeitgebergruppen sichtbar auf. Besonders stark legen Sicherheitsunternehmen und öffentliche Arbeitgeber zu. So steigt die Bundeswehr im Gesamtranking von Rang 19 auf 11. Auch die Deutsche Telekom (von 34 auf 23), Rheinmetall (von 28 auf 20), die Deutsche Bundesbank (von 58 auf 40) sowie die Berliner Charité (von 43 auf 34) verbessern sich deutlich.

„Das Trendence-Ranking 2026 zeigt insgesamt einen breiteren Wettbewerb um akademische Talente: Neben Markenstärke und Innovationsimage gewinnen Arbeitgebermarkenwerte wie Sicherheit, gesellschaftliche Relevanz und Zukunftsfähigkeit für die Arbeitgeberwahl von Akademiker_innen sichtbar an Bedeutung“, erläutert Trendence-Geschäftsführer Robindro Ullah die Ergebnisse.

Trendence Ranking 2026 Akademiker*innen

Wirtschaftswissenschaften: Allianz gehört zu den großen Gewinnern

Auch bei Akademiker_innen mit wirtschaftswissenschaftlichem Background bleibt BMW an der Spitze. Dahinter platzieren sich Amazon, adidas, Allianz sowie Audi auf den vorderen Plätzen. Die Allianz gehört in diesem Kontext zu den auffälligsten Gewinnern der Edition. Der Versicherer verbessert sich von Rang 9 auf 4. Während die Autohersteller nach wie vor auch in diesem Berufssegment in der Spitze dominieren, verlieren einige bekannte Marken spürbar an Boden. Besonders auffällig fällt der Rückgang bei Google aus, das von Rang 3 auf 5 zurückfällt. Auch Porsche, Mercedes-Benz Group, Microsoft und Samsung büßen an Attraktivität ein. Gleichzeitig gewinnen Arbeitgeber, die für Stabilität, Sicherheit und institutionelle Stärke stehen. Mit der Bundeswehr, dem ADAC und dem BND schaffen es gleich mehrere Neueinsteiger direkt unter die attraktivsten 25 Arbeitgeber.

Ingenieurswesen: Autobauer bleiben vorn, doch Defence-Segment gewinnt an Attraktivität

Im Ranking der Ingenieur_innen bleibt die Automobilindustrie im spezifischen Trendence-Ranking für dieses Berufsfeld vorne. Auch hier verteidigt BMW den Platz an der Sonne vor Audi und Airbus. Porsche folgt auf Platz 4. Allerdings verlieren die großen Automobilbauer in den absoluten Stimmenanteilen nahezu durch die Bank an Beliebtheit. Dieser Trend schlägt sich bei anderen Unternehmen aus dieser Branche auch in den Platzierungen nieder. So rutscht Bosch als Zulieferer von Rang 5 auf 7 ab, während Tesla sogar von Rang 11 auf 19 zurückfällt. Zugleich gewinnen andere technologie- und industriegeprägte Arbeitgeber deutlich an Profil. Die Deutsche Telekom (von 24 auf 20) und IBM (von 27 auf 21) verbessern sich sichtbar. Besonders auffällig ist derweil der Sprung nach vorne des Defence-Unternehmens Rheinmetall, das sich von Rang 20 auf 14 verbessert und damit bei den Ingenieur_innen zu den stärksten Aufsteigern im Ranking zählt.

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IT: Big Tech bleibt dominant, doch Beratung, Banken und Sicherheitsbehörden legen spürbar zu

Bei akademisch ausgebildeten Beschäftigten mit IT-Hintergrund behaupten die großen Tech-Marken die Spitzenpositionen. Apple führt das Ranking erneut vor Amazon, Google und Microsoft an, auf Rang 5 folgt mit BMW das erste Unternehmen ohne Tech-Background. Zu den klaren Gewinnern in IT-Berufsfeldern zählen dagegen Arbeitgeber aus Beratung, Finanzwirtschaft, dem öffentlichen Dienst sowie dem sicherheitsnahen Umfeld. So springt Accenture von Rang 29 auf 14, AXA von 25 auf 18, die Commerzbank von 64 auf 41 und die Deutsche Bank von 53 auf 47. Im öffentlichen Bereich gewinnen unter anderem das Bundesamt für Verfassungsschutz (von 46 auf 38) sowie die ARD (von 34 auf 23) an Beliebtheit.

Naturwissenschaften: Kliniken und Forschungseinrichtungen prägen das Bild

Bei Naturwissenschaftler_innen stehen 2026 schließlich vor allem Arbeitgeber aus Gesundheit, Forschung und gesellschaftlich relevanten Bereichen im Mittelpunkt des Arbeitnehmerinteresses. Die Charité behauptet Rang 1, während sich mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem Deutschen Roten Kreuz zwei weitere forschungs- und gesundheitsnahe Arbeitgeber in den Top 5 platzieren. Besonders stark verbessert sich das Robert Koch-Institut, das von Rang 16 auf 6 springt. Auch mehrere Universitätskliniken gewinnen deutlich an Sichtbarkeit: Das Universitätsklinikum Heidelberg steigt neu auf Rang 10 ein, während sich das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf auf Platz 17 verbessert. Das Universitätsklinikum Köln steigt mit Rang 22 neu in die Top 50 ein. Als Verlierer sind indes BioNTech (von Platz 3 auf 7) Bayer (von 11 auf 14) sowie Boehringer Ingelheim (von 17 auf 34) einzustufen.

Über die Trendence-Rankings

Seit dem Jahr 2006 veröffentlicht das Trendence Institut jährlich die Trendence-Arbeitgeber-Rankings, die die attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands in verschiedenen Zielgruppen ausweisen. Für das hier thematisierte Akademiker-Ranking 2026 wurden insgesamt 19.280 Antworten von Beschäftigten mit akademischer Ausbildung ausgewertet. Davon entfallen 6.306 Antworten auf die Edition Wirtschaftswissenschaften, 4.671 auf die Ingenieurwissenschaften, 4.909 auf die Informatik sowie 3.394 auf die Naturwissenschaften. Die Ergebnisse geben damit einen differenzierten Einblick in die Arbeitgeberpräferenzen akademisch qualifizierter Beschäftigter über verschiedene Berufsfelder hinweg.