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RE Redaktion: Hallo Christoph, schön dass wir mal wieder miteinander sprechen können. Das TALENTpro Expofestival geht ja Mitte Juni wieder an den Start.
Es hat sich über die Jahre zu einer festen Größe in der HR- und Recruitingszene entwickelt – was hat sich aus deiner Sicht seit der ersten Ausgabe am stärksten verändert, und was ist bis heute der unveränderliche Kern des Events?
Christoph Metz: Zunächst einmal bin ich unglaublich stolz darauf, wie sich das Event entwickelt hat – insbesondere, weil wir auch die herausfordernde Corona-Zeit erfolgreich gemeistert und daraus sogar neue Impulse mitgenommen haben. Was von Anfang an unverändert geblieben ist, ist unser Anspruch, fachliche Tiefe mit einer besonderen, fast schon festivalartigen Atmosphäre zu verbinden. Die TALENTpro ist bewusst kein klassisches Konferenzformat, sondern ein Ort, an dem Lernen, Austausch und Inspiration auf eine lockere, offene Art zusammenkommen. Genau diese Mischung macht den Kern des Events bis heute aus. Am stärksten verändert hat sich aus meiner Sicht das inhaltliche und technologische Spektrum. Während es früher stärker um einzelne Recruiting-Tools oder Kanäle ging, sehen wir heute ein deutlich breiteres, integrierteres Ökosystem. Themen wie KI, Automatisierung oder datengetriebenes Recruiting haben die Branche grundlegend verändert – und entsprechend vielfältiger, innovativer und teilweise auch disruptiver ist das Angebot unserer Partner geworden.
RE Redaktion: Damit hast du schon ein paar wichtige Stichworte aufgeworfen. Welche inhaltlichen Schwerpunkte und Themen stehen denn in diesem Jahr im Mittelpunkt, und warum sind das aus deiner Sicht gerade jetzt die relevantesten Fragen im Recruiting und Talentmanagement?
Christoph Metz: Ein zentrales Thema ist ganz klar der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Recruiting – allerdings nicht mehr nur auf einer theoretischen Ebene, sondern sehr konkret in der praktischen Anwendung. Viele Unternehmen befinden sich aktuell genau an dem Punkt, an dem sie KI nicht mehr nur diskutieren, sondern implementieren müssen.
Darüber hinaus gewinnen Themen wie Internal Mobility, globales Recruiting und skillbasierte Auswahlprozesse stark an Bedeutung. Der Arbeitsmarkt hat sich nachhaltig verändert: Während in einigen Bereichen nach wie vor Fachkräftemangel herrscht, erleben wir in anderen Segmenten eine deutlich höhere Verfügbarkeit von Talenten. Gleichzeitig werden Anforderungen dynamischer und klassische Karrierepfade lösen sich zunehmend auf. Gerade deshalb wird es immer wichtiger, Potenziale statt Lebensläufe zu bewerten, interne Talente besser zu nutzen und über geografische Grenzen hinweg zu denken. Die TALENTpro greift diese Entwicklungen gezielt auf und übersetzt sie in konkrete, umsetzbare Ansätze für die Praxis.
RE Redaktion: Kannst du uns einen Einblick in das Speaker-Lineup geben? Welche Sessions oder Programmpunkte wirst du dir auf keinen Fall entgehen lassen?
Christoph Metz: Was ich besonders schätze: Unser Line-up vereint sehr unterschiedliche Perspektiven – von internationalen Organisationen bis hin zu großen Konzernen und innovativen Tech-Anbietern. Ein Highlight ist sicherlich der Beitrag der ESA, der einen außergewöhnlichen Einblick in die Recruiting-Strategien der europäischen Weltraumorganisation bietet. Solche Perspektiven erweitern den Blick über die eigene Branche hinaus enorm. Ebenso spannend finde ich, wie Fraport mit seinem Talent Acquisition Hub Recruiting neu denkt und stärker zentralisiert sowie strategisch ausrichtet. Darüber hinaus liefern auch unsere Partner wertvolle Impulse – etwa zu Themen wie Unternehmenskultur, datenbasierten Entscheidungen oder Recruiting Analytics. Gerade diese Mischung aus strategischer Flughöhe und konkreter Umsetzung macht das Programm für mich besonders wertvoll.
RE Redaktion: Das zeigt schon eine sehr große Bandbreite. Für wen ist denn das TALENTpro Expofestival in erster Linie gedacht und für wen weniger – und was würdest du all jenen sagen, die noch überlegen, ob sich die Teilnahme lohnt?
Christoph Metz: Die TALENTpro richtet sich vor allem an Menschen, die Recruiting aktiv gestalten wollen – also an Entscheider*innen, Strateg*innen und Praktiker*innen gleichermaßen. Besonders für Head-of-Recruiting-Positionen oder HR-Verantwortliche, die ihre Organisation weiterentwickeln möchten, bieten wir zahlreiche Best Cases und praxisnahe Einblicke. Weniger geeignet ist das Event für alle, die lediglich passiv konsumieren möchten oder keine Offenheit für neue Ansätze mitbringen. Die TALENTpro lebt vom Austausch, von Diskussionen und auch davon, bestehende Denkweisen zu hinterfragen. Ein Punkt, der uns besonders wichtig ist: Wir wollen hochwertigen Content zugänglich machen. Während viele Konferenzen mittlerweile sehr hohe Ticketpreise verlangen, setzen wir bewusst auf ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Für unter 200 Euro erhalten Teilnehmende ein Programm, das inhaltlich absolut konkurrenzfähig ist – inklusive unserer Deep-Dive-Formate, etwa zur konkreten Implementierung von KI im Recruiting.
RE Redaktion: „Deep-Dive“ geht über den klassischen Vortrag deulich hinaus. Welche weiterenFormate für Vernetzung, Austausch und Begegnung hast du gezielt ins Programm integriert, und warum misst du dem Networking so viel Bedeutung bei?
Christoph Metz: Für uns ist Networking kein „Add-on“, sondern ein zentraler Bestandteil des gesamten Konzepts. Wir sind überzeugt, dass echter Mehrwert oft genau dort entsteht, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Deshalb setzen wir auf unterschiedliche Formate: klassische Meet-ups, themenspezifische Austauschformate und bereits im Vorfeld digitale „Energy Breaks“, um die Community frühzeitig miteinander zu vernetzen. Aktuell arbeiten wir außerdem an einer HRM.de Members Lounge – einer Art kuratierten Networking-Area, die bewusst Raum für intensivere Gespräche schafft. Ergänzt wird das Ganze durch zahlreiche Pre-Events unserer Partner, die zusätzliche Einstiegspunkte bieten. Unser Ziel ist es, nicht nur Inhalte zu vermitteln, sondern echte Verbindungen zu schaffen – weil genau daraus oft langfristige Zusammenarbeit und neue Ideen entstehen.
RE Redaktion: Schauen wir mal auf die Zeit nach dem Event. Mit welchen Gefühlen sollen die Teilnehmenden das TALENTpro Expofestival verlassen –und was werden Recruiter*innen, HR-Verantwortliche oder Unternehmensvertreter konkret mit nach Hause nehmen können?
Christoph Metz: Im Idealfall verlassen die Teilnehmenden die TALENTpro mit dem Gefühl: „Ich hätte noch viel mehr sehen können – und genau deshalb komme ich wieder.“ Gleichzeitig sollen sie ganz konkrete Mehrwerte mitnehmen: neue Impulse, frische Perspektiven und vor allem umsetzbare Ideen für ihren Arbeitsalltag. Wir wollen nicht nur inspirieren, sondern auch befähigen. Wer bei uns war, soll die wichtigsten Trends kennen, ein besseres Verständnis für zukünftige Entwicklungen haben und klarer sehen, wie erfolgreiches Recruiting im Jahr 2026 funktioniert. Und vielleicht noch wichtiger: Die Teilnehmenden sollen mit neuer Energie und Motivation zurück in ihren Job gehen – mit dem Gefühl, Teil einer Community zu sein, die Recruiting aktiv vorantreibt und gestaltet.
RE Redaktion: Das ist ein toller Ausblick: Recruiter & Co. als Netzwerker, Treiber und Gestalter. Vielen Dank, lieber Christoph, für diese Ein- und Ausblicke. Auf ein rundum informatives und inspirierendes TALENTpro Expofestival 2026.

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Gesprächspartnerprofil
Christoph Metz ist Bereichsleiter HR-Messen beim HRM Institute und Projektleiter der TALENTpro. Der Wirtschaftswissenschaftler (Universität Mannheim) hat in seiner Karriere umfangreiche Erfahrungen zum Messemanagement, Business Development und Vertrieb im HR/Recruiting-Bereich sammeln können und ist sehr gut vernetzt in der Recruiting und HR Szene. Mehr Infos auf LinkedIn.




