Bundeswehr ist attraktivster Fachkräfte-Arbeitgeber – das Trendence-Ranking Fachkräfte 2026

Trendence Ranking 2026: die attraktivsten Arbeitgeber für Fachkräfte

Die Bundeswehr profitiert als Arbeitgeber von der Diskussion rund um die aktuell unklaren Sicherheitslage. Im aktuellen Trendence-Fachkräfte-Ranking 2026, das jedes Jahr die beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland ermittelt, übernimmt die Bundeswehr erstmals die Spitzenposition und verbessert sich damit von Rang 5 auf 1. In diesem Jahr gaben insgesamt 22.316 Fachkräfte ihr Votum ab. Hinter der Bundeswehr folgen BMW, Amazon, Porsche sowie Audi. Auffällig ist im diesjährigen Ranking der Kontrast zwischen Gewinnern und Verlierern: Während sicherheitsnahe und öffentliche Arbeitgeber sowie große Handelsmarken ihre Attraktivität ausbauen, stehen klassische Industrieunternehmen und die Automobilbranche unter Druck, was die Attraktivität bei nichtakademischen Arbeitskräften betrifft. So verlieren mehrere große Premiummarken an Zustimmung, ebenso industrielle Arbeitgeber wie Bosch (von Platz 11 auf 15), oder Bayer (von Platz 32 auf 44). Gleichzeitig legen vor allem Arbeitgeber aus dem Verteidigungssegment wie Rheinmetall (von 44 auf 33) und Heckler & Koch (von 35 auf 31) sowie Handelsunternehmen wie EDEKA (23 auf 17), REWE (30 auf 24) und Thalia (von 35 auf 30) zu. Dm bleibt in den Top10 und ALDI SÜD bleibt mit Rang 12 der beliebteste Lebensmitteleinzelhändler. Mit dem ADAC schafft zudem ein Neueinsteiger direkt den Sprung auf Rang 16.

„Unser diesjähriges Fachkräfte-Ranking zeigt: Für Beschäftigte ohne akademische Ausbildung gewinnen Themen wie Stabilität, Sicherheit und alltagsnahe Arbeitgeberprofile an Bedeutung. Zudem sticht die Spitzenposition der Bundeswehr in Zeiten, in denen intensiv über eine allgemeine Wehrpflicht gesprochen wird, besonders heraus. Wir sehen: Die Kommunikationskampagnen der Bundeswehr erreichen ihr Ziel, die Truppe als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren“, sagt Trendence-Geschäftsführer Robindro Ullah zu den Ergebnissen.

Kaufmännische Berufe: Handel und öffentliche Arbeitgeber prägen das Branchen-Ranking

Bei den kaufmännischen Berufen erobert dm von Platz 5 im vergangenen Jahr kommend die Pole Position und verdrängt damit BMW auf den zweiten Rang. Auf den weiteren Plätzen folgen die Polizei, Amazon, die Bundeswehr sowie Porsche. Insgesamt prägen hier vor allem Handelsunternehmen und öffentliche Arbeitgeber das Ranking. Neben dm zählen ALDI SÜD, ROSSMANN, EDEKA, Lidl, Fressnapf, REWE und Thalia zu den sichtbaren Gewinnern. Auch Behörden und öffentliche Institutionen behaupten sich weit vorn im Ranking der kaufmännischen Berufe. So platzieren sich die Bundesagentur für Arbeit (Platz 9), der Zoll (Platz 11) und das Auswärtige Amt (Platz 13) in den Top-15.

Gewerblich-technische Berufe: Bundeswehr und Defence legen stark zu

Im Ranking der gewerblich-technischen Berufe bleibt BMW zwar auf Platz 1, doch die größten Bewegungen kommen aus dem sicherheitsnahen und verteidigungsindustriellen Umfeld. Die Bundeswehr steigt hier von Rang 5 auf 2 und gehört zu den stärksten Gewinnern in dieser Berufsgruppe. Dahinter folgen Audi, Amazon und Porsche. Bei den großen Automobilmarken zeigt sich allerdings: Sie sind nach wie vor mehrheitlich in den Top-Ten des Rankings vertreten, verlieren anteilig aber fast durchweg an Beliebtheit. Vor allem Tesla fällt besonders deutlich zurück. Nach Platz 18 im letzten Jahr landet das Unternehmen aktuell nur auf Rang 31. Zu den großen Gewinnern zählen dagegen Defence-Unternehmen wie Airbus, Heckler & Koch und vor allem Rheinmetall, das sich von Rang 18 auf 14 verbessert und auch beim absoluten Stimmenanteil stark zulegt. Auch ADAC sowie die AOK steigen neu in die Top 20 ein.

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Gesundheit und Soziales: DRK an der Spitze, Bundeswehr auf Rang 3

Im Bereich Gesundheit und Soziales übernimmt das Deutsche Rote Kreuz die Spitzenposition und verbessert sich damit von Rang 3 auf 1. Dahinter folgen dm, Bundeswehr, Amazon und die AOK. Insgesamt ist dieses Ranking wenig überraschend besonders stark von sozialen, gesundheitlichen und gemeinwohlorientierten Arbeitgebern geprägt. Neben dem DRK zählen die Lebenshilfe, der AWO sowie die Helios-Kliniken zu den Gewinnern in ihrem ureigenen Berufsfeld. Auf der anderen Seite sind augenscheinlich Handelsunternehmen eine denkbare Alternative für Beschäftigte, die sonst im sozialen oder gesundheitlichen Umfeld arbeiten. So verbessert sich hier beispielsweise Amazon von Platz 10 auf 4.

Über das Trendence-Ranking

Seit dem Jahr 1999 veröffentlicht das Trendence Institut jährlich die Trendence-Arbeitgeber-Rankings und analysiert damit die Attraktivität von Arbeitgebern in unterschiedlichen Zielgruppen des deutschen Arbeitsmarkts. Für das Fachkräfte-Ranking 2026 wurden insgesamt 22.316 Antworten ausgewertet. Davon entfallen 7.657 Antworten auf die kaufmännische Edition, 7.416 auf die gewerblich-technische Edition sowie 7.243 auf die Edition Gesundheit und Soziales. Das Ranking liefert damit ein differenziertes Bild der Arbeitgeberpräferenzen von Beschäftigten ohne akademische Ausbildung, aber mit Berufsausbildung.