Maßkonfektion von Azubitests – kleiner, aber feiner Unterschied

erstellt am: 17.09.2019 | von:

Maßkonfektion von AzubitestsBackstage | Immer mehr Unternehmen kommen auf den Geschmack: die Online-Testung von Ausbildungsplatzbewerbern ist nicht nur state-of-the-art für diese Zielgruppe, sondern auch mit erheblichen Vorteilen für den Ausbildungsbetrieb verbunden. Nimmt man nicht einfach einen Test von der Stange, sondern eine Maßkonfektion, wird man nicht nur individuellen betrieblichen Ansprüchen gerecht. So kann ein Online-Azubitest vor allem auch eins sein: ein klasse Instrument zum Azubi-Marketing. Wie so eine Maßkonfektion aussehen kann, zeigen zwei aktuelle Beispiele.

Pluspunkte Online-Testung vs. Paper & Pencil

  • Die Online-Durchführung ist sowohl zentral im Unternehmen als auch von zu Hause aus möglich.
  • Für die Durchführung müssen keine Testhefte bereitgestellt oder verschickt werden; zur Bearbeitung der Online-Tests benötigen die Testteilnehmer lediglich einen Internetzugang und ein Passwort.
  • Die Ergebnisse stehen ohne eigenen Auswertungsaufwand dem Ausbildungsbetrieb nach Abschluss des Tests sofort online zur Verfügung.

Der Organisationsaufwand reduziert sich dadurch erheblich, man kann schneller und ortsunabhängiger testen, die Ergebnisse stehen ohne Zeitverzug zur Verfügung. Dadurch verschlankt und beschleunigt sich der Auswahlprozess erheblich.

Maßkonfektion – Beispiele für Individualisierung

Beispiel dezentrale Azubi-Auswahl und Anpassung an Berufswelt einer BKK

Eine Betriebskrankenkasse (BKK) war auf der Suche nach einem neuen Azubi-Online-Test. Er sollte einerseits auf die Aufgaben von Mitarbeitern in einer gesetzlichen Krankenversicherung zugeschnitten sein und andererseits der dezentralen Struktur der Ausbildungsorganisation des Unternehmens gerecht werden. Ein typischer Fall für Maßkonfektion.

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upo Azubi-Einstellungstest

Wir haben einen „Standard-Test“ für das Berufsbild Kaufleute für Versicherungen und Finanzen herangezogen und die Aufgaben an das Berufsbild der Sozialversicherungsfachangestellten mit Schwerpunkt Krankenversicherung angepasst. Die Anpassungen haben wir gemeinsam mit Ausbildern der BKK im Rahmen einer Webkonferenz auf Passung gecheckt und Änderungsvorschläge im Anschluss umgesetzt.

Der dezentralen Unternehmensstruktur sind wir durch Einbindung eines Auswahlfeldes für den Standort beim Login gerecht geworden; dieses Auswahlfeld routet das Testergebnis in die jeweilige standortbezogene Auswertung. Die Ausbilder an den verschiedenen Standorten erhielten standortbezogene Auswertungszugänge, über die sie nur die Ergebnisse des eigenen Standortes einsehen können.

Der Test hat seine Bewährungsprobe im Live-Betrieb bestanden und wird auch in der kommenden Runde zur Azubi-Auswahl eingesetzt werden.

Beispiel länderspezifische Gegebenheiten

Andere Länder, andere Sitten bzw. Begriffe. Für ein österreichisches Unternehmen haben wir das Wording des Online-Tests an das länderspezifische Vokabular angepasst. So wurde aus dem Azubi bzw. Auszubildenden z.B. der Lehrling. Aber auch einige inhaltliche Anpassungen waren notwendig, so z.B. im Bereich der geographischen Orientierung. Um nichts zu übersehen, haben wir zunächst die textlichen Anpassungen vorgenommen.  Im Anschluss haben  Unternehmensvertreter über bereitgestellte Testzugänge einen Qualitätscheck gemacht. Die Änderungswünsche haben wir im Anschluss eingearbeitet und den Test dann bereitgestellt.

Auch dieser Test hat sich bewährt. Das Unternehmen hat sich nun auch für eine andere Unternehmenssparte und ein anderes Berufsbild zum Einsatz des Tests entschieden. Bei den auch hier notwendigen Anpassungen konnten wir auf die bereits erfolgten Änderungen im ersten Test zurückgreifen. Das reduzierte den Aufwand für uns und die Firmenvertreter.

In beiden Fällen liegt den Ausbildungsbetrieben nun ein erprobter Standardtest mit individuellen Anpassungen als Maßkonfektion vor; positive Rückmeldungen seitens der Testteilnehmer zeigen, dass die Entscheidung zur und das Invest in die Maßkonfektion richtig war.

Maßkonfektion ist übrigens auch ein Weg, um Firmen-Insights zu geben. So kann man einzelne Aufgabenstellungen z.B. auch mit realen Unternehmensbeispielen gestalten und so nicht nur Einblicke in die Berufswelt des Ausbildungsberufes, sondern auch in den Ausbildungsbetrieb geben.

Ruth Böck
... ist einer der Köpfe von upo - Bausteine für Rekrutierungserfolg. Als "Recruiting-Qualitäterin" unterstützt sie Arbeitgeber in der Professionalisierung ihres Recruitings durch Recruiting Checks und Beratung, Konzeption von Recruiting Instrumenten, operative Recruiting Services (RPO) oder den Ausbau von Recruiting Kompetenz durch Webinare, Seminare und Workshops. Außerdem ist sie die Initiatorin von Rekrutierungserfolg.de - dem Portal für das Recruiting.
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