azubi.report 2024: Warum Unternehmen bei den zwei wichtigsten Zukunftsentscheidungen der Gen Z gefragt sind

azubi.report 2024 Ausschnitt Quelle EMBRACE GmbH

Am 30. April 2024 ist der neue azubi.report erschienen. Die große Studie zur Situation von Auszubildenden in Deutschland zeigt, warum es sich für Unternehmen lohnt, gängige Klischees zur Gen Z hinter sich zu lassen. Die Lust auf Ausbildung ist nämlich da – doch bei zwei großen Entscheidungen für die Zukunft ist unbedingt Unterstützung gefragt: bei der Entscheidung für die passende Ausbildung und bei der Entscheidung für den Verbleib im Unternehmen nach der Ausbildung. Dabei müssen Unternehmen maßgeblich in die Orientierung investieren – in der Ausbildungssuche und für die Zukunft danach. Gerade der Übergang von der Ausbildung zur Fachkraft im Unternehmen stellt sich als große Herausforderung dar – bietet zugleich aber auch echte Chancen.

“Auf einem Ausbildungsmarkt, auf dem die Ausbildungssuchenden die Wahl haben, wird das Treffen der richtigen Entscheidung zur großen Herausforderung, das zeigt unser achter azubi.report”, erläutert Felix von Zittwitz, Geschäftsführer von Ausbildung.de. “Dabei sind vor allem die Unternehmen gefragt, die maßgeblichen Einfluss auf zwei der wichtigsten Entscheidungen der Gen Z haben: die Entscheidung für die Ausbildung und die Entscheidung für den Verbleib im Unternehmen. Wer den (Aus-)Bildungsauftrag wörtlich nimmt, erhöht dabei die Erfolgschancen für die Fachkräftesicherung enorm. Überzogene Forderungen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen Fehlanzeige: Vielmehr geht es um echte Unterstützung, entgegengebrachtes Vertrauen sowie Planbarkeit und Sicherheit für die Zukunft.”

Lust auf Ausbildung – wenn Förderung und Forderung passt

Was macht die Ausbildung eigentlich zur Traumausbildung? Genau darauf gibt es im azubi.report 2024 Antworten. Und die sind durchaus interessant, denn sie zeigen: Die Gen Z ist bereit, sich zu engagieren und einzubringen – wenn die Rahmenbedingungen passen. 45 Prozent der Befragten möchten in ihrer Traumausbildung ihre Talente zum Einsatz bringen können, für weitere 42 Prozent müssen die Arbeitsatmosphäre und die Zusammenarbeit passen. Ebenfalls wichtig sind vielseitige Aufgaben, entgegengebrachtes Vertrauen und bestmögliche Unterstützung und Förderung – Voraussetzungen also, die für Unternehmen durchaus realisierbar sind und die Träume der Auszubildenden Wirklichkeit werden lassen könnten.

Dauerhaft präsent sein – denn gesucht wird immer

Der Start in die Traum-Ausbildung beginnt allerdings schon bei der Suche nach dem passenden Job und Arbeitgeber. Der Einstieg in diese wichtige Orientierungsphase findet zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten statt. So haben ein Drittel der befragten Azubis bereits mehr als ein Jahr vor Ausbildungsbeginn mit der Suche gestartet, immerhin 16 Prozent sind höchstens zwei Monate vor Beginn in diesen Prozess eingestiegen. Das zeigt vor allem: Für Unternehmen ist es wichtig, sowohl auffind- als auch ansprechbar zu sein – zu jeder Zeit. In der Orientierung hilfreich ist zudem der gut orchestrierte Dreiklang aus Eltern, Internet und Praxis: 38 Prozent der Befragten haben sich in der Ausbildungssuche Unterstützung bei den Eltern geholt; 53 Prozent haben Ausbildungsplattform, weitere 50 Prozent Google genutzt, um sich über Arbeitgeber und Ausbildungen zu informieren. Für 43 Prozent haben Erfahrungen durch Praktika, Probetag oder Nebenjob stark bis sehr stark dazu beigetragen, sich konkrete Vorstellungen vom Wunschberuf machen zu können.

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Scheitern im ersten Schritt vermeiden: So wichtig sind saubere Prozesse

Vom Azubi-Marketing über den Bewerbungsprozess bis hin zum Ausbildungseinstieg: Absprünge lassen sich nur mit der Bereitschaft zur stetigen Optimierung verhindern. So sollte es alarmieren, dass nur ein Drittel der Azubis den Bewerbungsprozess als einfach empfunden hat und 61 Prozent der Auszubildenden in ihrer Bewerbungsphase das Ausfüllen eines Online-Bewerbungsformulars abgebrochen hat – vor allem, weil es zu kompliziert war.

Eigene Bewerbungsprozesse und Azubi-Recruiting-Strategien auf das saubere Ineinandergreifen aller Prozesse zu prüfen, ist ein erster wichtiger Schritt, um den Erfolg sicherzustellen. Ob kleine Anpassung oder große Umstellung – wer nach vorne optimiert, steigert seine Chancen im Rennen um die Talente von morgen.

Zukunftsperspektiven entwickeln, Angebote schärfen

Unternehmen tun zudem gut daran, wenn sowohl mit Bewerber:innen als auch mit Auszubildenden über Zukunft, Entwicklung und Perspektiven in Ausbildung und Unternehmen gesprochen wird. Doch das passiert noch zu selten: 34 Prozent der befragten Azubis erhalten in ihrem Betrieb kaum Informationen über Zukunft und Übernahme. Problematisch, denn 77 Prozent der Auszubildenden sind zum Teil oder sehr besorgt, wenn sie an die Zukunft nach der Ausbildung denken. Fachkräfte sichern heißt auch, frühzeitig mit Auszubildenden zu reden und gemeinsame Pläne zu entwickeln.

Handlungsempfehlungen für Unternehmen

Um erfolgreich in der Azubisuche zu sein, gibt Ausbildung.de ausbildenden Unternehmen diese Handlungsempfehlungen: Fördern Sie aktiv die Lust auf Ausbildung und unterstützen Sie Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer Orientierungsphase. Bieten Sie echte Eindrücke und Erlebnisse an – ob digital oder vor Ort. Beziehen Sie Eltern mit in den Informationsfluss ein. Prüfen Sie ihre Bewerbungsprozesse auf ein sauberes Ineinandergreifen aller zu durchlaufenden Schritte und gestalten Sie ihn so lang wie nötig, aber so kurz wie möglich. Fördern und unterstützen Sie Ihre Talente über die gesamte Ausbildung hinweg, entwickeln Sie gemeinsame Zukunftsperspektiven – sowohl während als auch nach der Ausbildung. Schärfen Sie, wenn nötig, Ihr Angebot, um Talente auch nach der Ausbildung im Unternehmen zu halten.

Unter recruiting.ausbildung.de/azubi-report ist der azubi.report 2024 ab sofort kostenlos erhältlich.