78 Prozent der Young Professionals mit Burnout-Erlebnis

Young Professional Attraction Index

Für den Young Professional Attraction Index (YPAI) 2022 wurden 11.504 Young Professionals in sechs Ländern befragt, darunter 1.359 aus Deutschland. Academic Work erstellt den Index jährlich, um Führungskräften ein Verständnis dafür zu geben, wie sie auf einem umkämpften Arbeitsmarkt qualifizierte Fachkräfte für sich gewinnen, rekrutieren und fortbilden können.

Burnout: Young Professionals beklagen hohe Arbeitslast und schlechtes Management

78 % der Befragten aus Deutschland gaben an, bereits Burnout oder eine Situation nahe am Burnout erlebt zu haben. Die Gründe dafür sind vielfältig, verteilen sich jedoch vor allem auf das Arbeitsumfeld, die Arbeitslast sowie das Führungsverhalten der Vorgesetzten. Besonders häufig genannte Faktoren unter denen mit Burnout-Erfahrung sind eine negative Atmosphäre im Unternehmen (31 %), eine zu hohe Belastung (30 %), schlechte Work-Life-Balance (26 %), ein Mangel an Anerkennung (26 %) sowie schlechte Führungsqualitäten (23 %).

„Das Ergebnis zeigt, dass viele Unternehmen nicht das Personal und die Kapazitäten haben, um Aufgaben gleichmäßig und in einem angemessenen Maß zu verteilen“, sagt Stefan Heinrichs, Managing Director bei Academic Work Deutschland. „Fallen infolgedessen Fachkräfte aus, verstärkt sich dieses Problem jedoch nur. Führungskräfte müssen versuchen, die Arbeitslast ihrer Teams besser zu regulieren. Weil aktuell auf dem Markt zu wenige qualifizierte Arbeitnehmende verfügbar sind, sollten Unternehmen sich an Partner wenden, die diese etwa durch Accelerated Learning in Eigenregie qualifizieren können.“

Loyalität statt „Great Resignation“: Young Professionals wollen ein positives Umfeld und ausreichend Wertschätzung

Die vorhandenen Mitarbeitenden zu halten ist für Unternehmen daher umso wichtiger. Academic Work wollte von den befragten Young Professionals wissen, was für sie der Hauptgrund wären, mehr als fünf Jahre bei derselben Stelle zu bleiben. Neben guten KollegInnen (15 %) sind die Hauptfaktoren Gehaltserhöhungen (15 %), eine kontinuierliche berufliche Weiterentwicklung (11 %), Wertschätzung für die geleistete Arbeit (9 %) sowie Flexibilität bei Arbeitszeit und -ort (9 %).

„Für Manager ist in Zeiten der sogenannten Great Resignation wichtiger denn je, zu wissen, worauf ihre Angestellten Wert legen“, erklärt Stefan Heinrichs. „Der Kampf um hochqualifizierte Young Professionals wird auch aufgrund der demographischen Entwicklung kaum abflauen. Die Faktoren, die zu langfristiger Loyalität führen, spiegeln das: Young Professionals sind nicht bereit, ein negatives Umfeld oder fehlende Wertschätzung – zwischenmenschlich wie finanziell – längere Zeit hinzunehmen. Die Erwartungen an die Arbeitsbedingungen sind hoch und im Wandel.“

Pressemitteilung