650.000 Stellen mehr veröffentlicht als im ersten Halbjahr 2020

Von Januar bis Juni 2021 veröffentlichten Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in Deutschland 18 Prozent mehr Stellen als im Vorjahreszeitraum. Im April dieses Jahres bekam der Stellenmarkt einen leichten Dämpfer, entwickelte sich im ersten Halbjahr 2021 aber weitestgehend positiv. Insgesamt investierten die Arbeitgeber in Deutschland von Januar bis Juni 1,7 Milliarden Euro in die Veröffentlichung ihrer Stellenanzeigen auf Online-Jobportalen und in Printmedien. Am intensivsten suchten Unternehmen und öffentliche Einrichtungen Handwerker*innen und Bauarbeiter*innen, technische Fachkräfte sowie Ärzt*innen- und Pflegepersonal. Über die Hälfte aller Jobangebote wurden von Arbeitgebern in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen geschaltet. Das sind die zentralen Ergebnisse der jüngsten Stellenmarkt-Auswertung von index Research zu den veröffentlichten Stellenanzeigen in Deutschland von Januar bis Juni 2021 und im Vorjahreszeitraum. Die Berliner Personalmarktforschung hat für die Auswertung in der größten europäischen Stellendatenbank, index Anzeigendaten, Jobinserate von 193 Printmedien, 217 Jobbörsen, rund 125.000 Unternehmenswebsites und der Bundesagentur für Arbeit analysiert.

In den ersten drei Monaten 2021 stieg die Anzahl der in Deutschland veröffentlichten Jobangebote kontinuierlich an. Im März erreichte die Anzeigenschaltung ihren Höhepunkt – Unternehmen und öffentliche Einrichtungen schalteten mehr als 1,1 Millionen Stellen. Nach einem kleinen Rückgang im April auf 993.000 Jobangebote inserierten die Arbeitgeber im Mai und Juni wieder deutlich über 1 Million Stellen. Personaldienstleistungen schrieben im ersten Halbjahr 2021 mit 1,5 Millionen Stellen die meisten Jobangebote aus, gefolgt vom Handel (491.000 Jobangebote) und der Industrie (474.000 Jobangebote). Der Handel war die Branche mit den meisten Arbeitgebern, die Stellenanzeigen veröffentlicht haben (65.000 Unternehmen). Auf Platz zwei kommt der Gesundheitssektor (57.000 Unternehmen), den dritten Platz belegt die Industrie (53.000 Unternehmen).

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Meistgesuchtes Personal im ersten Halbjahr 2021

Am stärksten nachgefragt waren im ersten Halbjahr 2021 mit fast 885.000 ausgeschriebenen Jobs Fachkräfte im Bauwesen und Handwerk. Für technische Berufe wie Architekt*innen und Ingenieur*innen wurden mit 712.000 Jobangeboten die zweitmeisten Stellen geschaltet. Bei den Ärzte- und Pflegeberufen war der Personalbedarf nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie hoch, hier wurden 577.000 Stellen erfasst. Die meisten Jobangebote richteten sich deutschlandweit an Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Ausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung (29 Prozent aller Stellen). Fachkräfte mit akademischer Bildung waren weniger stark nachgefragt (16,5 Prozent aller Stellen).

Regionen mit dem größten Fachkräftebedarf

Im Hinblick auf die ausgeschriebenen Jobangebote unterscheiden sich die einzelnen Bundesländer im ersten Halbjahr 2021 stark voneinander. Die größte Nachfrage nach neuem Personal bestand im wirtschaftlich prosperierenden Süden. So entfielen auf Bayern (18 Prozent) und Baden-Württemberg (14,7 Prozent) fast ein Drittel aller in Deutschland ausgeschriebenen Stellen. Auf das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen kamen 18,8 Prozent aller Jobangebote. Im Städtevergleich sitzen die meisten personalsuchenden Unternehmen in Berlin (6,9 Prozent), München (4 Prozent), Hamburg (3,8 Prozent), Frankfurt am Main (2,3 Prozent) und Köln (2,1 Prozent).

„In der Wirtschaft stehen die Zeichen auf Wachstum. Arbeitgeber in ganz Deutschland suchen für den Aufschwung neues Personal. index unterstützt Unternehmen und öffentliche Einrichtungen aller Größen mit datenbasiertem Employer Branding und Personalmarketing bei der Fachkräftegewinnung“, erklärt Jürgen Grenz, CEO der index Gruppe.

Pressemitteilung