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Studie: Mehr als jedes zweite Unternehmen in Deutschland bleibt wegen des Mangels an Fach- und Führungskräften hinter seinen Wachstumsmöglichkeiten zurück

Samstag, 03.06.2017 - von: RE Redaktion


Fachkräftemangel© pressmaster - Fotolia.com

Der Mangel an Fach- und Führungskräften bremst die deutsche Wirtschaft aus: 55 Prozent der Unternehmen wachsen weniger stark als sie könnten. Und bei 49 Prozent kommt die Entwicklung neuer Produkte oder Geschäftsmodelle aus diesem Grund zu kurz. Bislang überbrücken die Firmen personelle Engpässe vorwiegend mit Zeitarbeit oder interner Weiterbildung. Aber jedes vierte Unternehmen setzt bereits auch auf Interim Management. Das sind Ergebnisse der Studie "Interim Management 2017". Für diese wurden von der auf die zeitlich befristete Vermittlung von Führungskräften und Experten spezialisierten Beratung Aurum Interim Management 384 Führungskräfte deutscher Unternehmen befragt.

Der Fach- und Führungskräftemangel hat für viele Betriebe noch weitere schwerwiegende Folgen: So kann laut der Aurum Studie mindestens jedes vierte Unternehmen (26 Prozent) aus diesem Grund seine Liefertermine an Kunden nicht immer einhalten. In der Industrie und im Verarbeitenden Gewerbe liegt dieser Anteil sogar bei 35 Prozent.

"Wie unsere Studienergebnisse zeigen, hat der Mangel an Fach- und Führungskräften einen gravierenden wirtschaftlichen Einfluss auf die Unternehmen, der langfristig sogar ihre Existenz bedrohen kann", sagt Axel Oesterling, Geschäftsführer von Aurum Interim Management. "Hier entsteht ein Teufelskreis. Wer Wachstumspotentiale und Entwicklungschancen ungenutzt lässt, der wird auf die Dauer auch immer unattraktiver für neue Mitarbeiter. Wer will denn schon in einem Betrieb arbeiten, von dem es heißt, er liefere unpünktlich?"

Abseits von Festanstellungen überbrücken bislang 60 Prozent aller Unternehmen qualitative und quantitative personelle Engpässe mit Zeitarbeit. 54 Prozent setzen auf interne Weiterbildung und 51 Prozent auf befristete Arbeitsverträge. 25 Prozent der Betriebe lösen diese Herausforderung auch schon mittels Interim Management. In der Industrie und dem Verarbeitenden Gewerbe ist der Anteil mit 22 Prozent dabei etwas geringer, wie die Aurum Studie zeigt.

"Unsere Studie bestätigt, dass immer mehr Unternehmen auf die Herausforderungen des sich verschärfenden Fach- und Führungskräftemangels, der Digitalisierung sowie der grundsätzlich steigenden Anforderung an flexible, schnelle Personalarbeit mit dem Einsatz von Interim Managern reagieren", fasst Aurum Geschäftsführer Oesterling die Ergebnisse der Studie zusammen. "Entscheidend ist dabei, diese Option nicht auf einen bestimmten Einsatzbereich zu reduzieren, sondern als strategisches Personalinstrument fest in die HR-Prozesse zu integrieren", so der Personalexperte weiter. Sein Rat: "Wer sich darüber hinaus - wie in anderen Unternehmensbereichen auch üblich - einen strategischen Partner aufbaut, der praktisch auf Zuruf einen zur Aufgabe wie auch zur Unternehmenskultur passenden Interim Manager vermitteln kann, erweitert seinen Handlungsspielraum noch einmal beträchtlich."

Studie "Interim Management 2017"

Die auf die zeitlich befristete Vermittlung von Führungskräften und Experten spezialisierte Beratung Aurum Interim Management hat zur Jahreswende insgesamt 384 Führungskräfte deutscher Unternehmen zum Thema Interim Management befragt. Drei Viertel der Befragten sind in der Industrie und im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Handel und in der Logistikbranche tätig. Fast 80 Prozent der Studienteilnehmer gehören dem Vorstand, der Geschäftsführung oder der 2. Führungsebene ihres Unternehmens an.

 

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