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Studentische Mitarbeiter ans Unternehmen binden: So klappt's

Dienstag, 28.11.2017 - von: Fabian Schröder - Studiwork


Absolventen gewinnen

Studentische Hilfskräfte sind insbesondere für junge Unternehmen, die sich noch in der Gründungsphase befinden, äußerst attraktiv. Die Studenten sind mit geringen Mitarbeiterkosten verbunden, sie bringen frischen Wind in den Betriebsalltag und sind häufig sehr versiert, wenn es um moderne Themen geht.

Kein Wunder, dass das Interesse für das Unternehmen groß ist, die studentischen Mitarbeiter auch nach dem Uniabschluss für sich gewinnen zu können und so einen zuverlässigen und professionellen Mitarbeiter einzustellen, der mit der Philosophie des Betriebs vertraut ist und sich damit identifizieren kann. Damit das gelingt, sollte man bereits während der Beschäftigung einer studentischen Hilfskraft einiges beachten.

Spielraum für Kreativität und Flexibilität

Wer Studenten im Unternehmen beschäftigt, profitiert von jungen aufstrebenden Arbeitskräften, die über moderne Skills und Fähigkeiten verfügen, mit denen ältere Mitarbeiter oft nur selten glänzen können.

Die jungen Profis freuen sich darüber, aus dem theoretischen Unialltag ausbrechen zu können und endlich eigene Ideen in die Tat umzusetzen. Als Arbeitgeber ist man in dem Fall daher gut beraten, die jungen Mitarbeiter zu fördern und zu unterstützen, sowie (gute) Ideen ernst zu nehmen und zu honorieren. So gelingt eine vertrauensvolle und gleichzeitig professionelle Zusammenarbeit, von der beide Seiten profitieren.

Zudem unterstreicht der Arbeitgeber auf diese Art, dass er den Studenten als vollständigen Mitarbeiter wahrnimmt. Es findet somit keine Abgrenzung mehr zwischen Vollzeitkraft und Hilfskraft statt, was den jungen Mitarbeiter motiviert und zu einem freundschaftlichen Arbeitsverhältnis beiträgt.

So fällt es dem Studenten auch wesentlich leichter, sich mit dem Unternehmen und der Zielsetzung zu identifizieren, was gleichzeitig den Wunsch verstärkt, dem Betrieb auch nach der Studienzeit weiterhin treu zu bleiben.

Attraktives Arbeitsumfeld schaffen

Die Attraktivität eines Arbeitgebers fördert die Mitarbeiterbindung. Und diese beginnt bereits mit der Einrichtung der Büroräume oder der grundsätzlichen Arbeitsatmosphäre. Insbesondere junge Studenten ziehen häufig eine ungezwungene und moderne Arbeitsumgebung vor. Strenge Dresscodes und steile Hierarchien sind weniger beliebt.

Viele Unternehmen möchten für Wohlbefinden sorgen. Unter anderem auch, um die Produktivität und Motivation der Mitarbeiter zu fördern. Setzt man hier bereits bei studentischen Mitarbeitern an, so steht einer langfristigen Bindung nicht mehr viel im Weg.

Freiheiten sind wichtig, gleichzeitig müssen aber auch Regeln von den Mitarbeitern beachtet werden, um für ein angenehmes und kollegiales Klima im Arbeitsalltag zu sorgen.

Der Arbeitgeber selbst kann durch freundliche Aufenthaltsräume oder auch mit einer entsprechenden Küche dafür sorgen, dass nicht nur die Arbeits-, sondern auch die Pausenzeiten genossen werden können. So schafft man eine angenehme räumliche Umgebung, die dazu beiträgt, dass die Mitarbeiter wirklich gerne zur Arbeit kommen und sich Studenten durchaus vorstellen können, ihre berufliche Zukunft genau hier zu verbringen.

Durch flexible Arbeitsmodelle wie Teil- oder Gleitzeit sowie Optionen auf ein mögliches Elternteilzeitmodell für die spätere Familienplanung unterstreicht der Arbeitgeber zusätzlich, dass man bereit ist, die Wünsche der Arbeitnehmer ernst zu nehmen. Das gilt ebenso für mögliche Auslandsaufenthalte während der Beschäftigung oder die Option auf ein mögliches Sabbatjahr.

Solche Aspekte sind oft bereits für Studenten relevant und entscheiden darüber, ob diese sich mit einer zukünftigen Beschäftigung im Unternehmen anfreunden können oder nicht. Flexible Arbeitgeber sind hier klar im Vorteil und können Mitarbeiter dadurch noch einfacher an sich binden, denn: Work-Life-Balance ist nicht nur ein neumodisches Buzzword, sondern ein echtes Entscheidungskriterium für Mitarbeiter jeden Alters. 

Professionelle Mitarbeiterführung im Fokus

Die Erfahrung zeigt, dass Unzufriedenheit mit der (Mitarbeiter-)Führung einer der häufigsten Gründe ist, warum Arbeitnehmer nicht dauerhaft in einem Unternehmen bleiben möchten. Einfach ausgedrückt: Ist man mit dem Chef unzufrieden, so fällt einem die dauerhafte Bindung an den Betrieb nicht leicht. Man schaut sich daher nach besseren Alternativen am Arbeitsmarkt um.

Somit ist es wichtig, bereits für Aushilfskräfte in der Studienzeit eine angenehme Personalsituation zu erschaffen. Eine Aufgabe, die letztendlich nur das Führungspersonal erfüllen kann. Eine offene Kommunikation und ein respektvoller Umgang des Chefs mit den Mitarbeitern sind hier besonders wichtig.

Denn die Aufgabe der Mitarbeiterführung besteht letztendlich nicht nur daraus, Anweisungen zu geben - gleichzeitig sollte der Chef in der Lage sein, Anregungen der Mitarbeiter ernst zu nehmen sowie Wünsche oder Belange zu respektieren und auf diese einzugehen.

Coachings für Führungspersonal können dabei Abhilfe schaffen, falls die nötigen Skills dazu fehlen. Denn mit diesen steht und fällt der Erfolg in Hinblick auf die Mitarbeiterbindung enorm. 

Weiterbildungsmöglichkeiten eröffnen

Insbesondere junge Arbeitnehmer, die gerade erst die Universität hinter sich gelassen haben, wollen sich auch in Zukunft die Chancen auf mögliche Förderprogramme oder Weiterbildungsmaßnahmen nicht nehmen lassen. Als Arbeitgeber sammelt man somit zusätzliche Pluspunkte, wenn man seinen Mitarbeitern diese Option eröffnet und sie bei der Weiterbildung im Beruf aktiv unterstützt. Davon profitiert letztendlich auch das Unternehmen, da die Mitarbeiter die bereits vorhandenen Fähigkeiten noch besser ausbauen können.

Solche Weiterbildungsmaßnahmen können direkt im Betrieb abgehalten werden, um zeitgleich die Teamfähigkeit und den Zusammenhalt unter den Mitarbeitern zu stärken. Auch gemeinsame Seminarausflüge sind für diesen Zweck gut geeignet und helfen dabei, die Attraktivität als Arbeitgeber zu unterstreichen.   

Fazit

Mitarbeiter müssen sich im Betrieb wohlfühlen. Wer bereits Studenten an das Unternehmen binden will, sollte auf attraktive Arbeitsbedingungen und einen professionellen sowie freundlichen Führungsstil achten. Auch Weiterbildungsmöglichkeiten und flexible Arbeitsmodelle tragen dazu bei, dass Studenten im Unternehmen einen attraktiven zukünftigen Arbeitgeber erkennen können.

 

Autor: Fabian Schröder

Fabian Schröder hat Wirtschaftsrecht und Personalmanagement an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin studiert. Unmittelbar danach gründete er gemeinsam mit einem Kommilitonen die studentische Arbeitsvermittlung Studiwork. Als ehemaliges Startup und aus eigener Erfahrung weiß das Team rund um Fabian Schröder genau, wie wertvoll studentische Hilfskräfte sind!

https://www.facebook.com/studiwork/

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