Rückblick Recruiting 2015 – Januar bis März

erstellt am: 03.12.2015 | von:

Rückblick Recruiting 2015 - die Highlights im ersten QuartalJa, es ist schon (fast) wieder Weihnachten und Jahreswechsel und damit genau der richtige Zeitpunkt, nochmals zurückzuschauen auf das Jahr 2015. Wir von der Redaktion des Fachportals Rekrutierungserfolg.de haben das aus Recruiter-Sicht getan und unser Portal nach interessanten Beiträgen, Veranstaltungen, Studien etc. durchforstet. Dabei ist uns so manches “Was, das ist schon so lange her?”,  “Oh ja, da kann ich mich noch gut dran erinnern!” oder “Über was nicht alles geschrieben wird…” in den Mund gekommen.

Heute stellen wir unsere persönlichen Highlights aus dem ersten Quartal 2015 vor. Schwenken Sie gerne ein paar Minuten mit uns zurück:

Januar 2015

Das News-Jahr startete erwartungsgemäß mit einigen Nachrichten über die Lage am Arbeitsmarkt. Gleich im Januar hieß es “Ungenutztes Arbeitskräftepotenzial: 6,3 Millionen Menschen wollen (mehr) Arbeit” und das DIW meldete “Frauen erobern den Arbeitsmarkt“. Allerdings wird auch schnell deutlich: “Jeder Dritte pfeift auf Karrierepläne” und eine Umfrage zur Jobzufriedenheit zeigt: Geld, Chef, Arbeitsatmosphäre – Das ist den Deutschen im Job wichtig.

Natürlich wurden zum Jahresanfang auch einige Zukunftsthemen platziert, die das Recruiting herausfordern. Dazu gehören: “Verdrängte Jobs: Wenn Roboter die Arbeit übernehmen“, “Neue Berufseinsteiger: Auf Generation Y folgt Generation Z” und “Warum jeder Bewerberkontakt zählt“. Passend zu letzterem rief Jo Diercks auch gleich zu Jahresbeginn in seinem Blog Recrutainment zu einer Blogger-Challenge auf: “2015 – das Jahr der Kandidaten!?” Neben solch großen Themen machten auch kleine Nachrichten die Runde, die zeigen, wie Recruiting auch funktionieren kann: “Eierlegende Wollmilchsau” im Pflegedienst eingestellt.

Drei Unternehmensnews ließen ebenfalls gleich zu Jahresbeginn aufhorchen: “Xing kauft Jobbörse.com“, “Facebook startet Netzwerk für die Berufswelt – Facebook at work” und “Glassdoor kommt nach Deutschland“. Insbesondere das Thema Glassdoor sorgte für vielfältige Kommentare, Diskussionen und Blogbeiträge: “BÄM! Glassdoor jetzt auch in Deutschland!” und “Nach Markteintritt von Glassdoor: Deutsche Personaler in Schockstarre” titelte personalmarketing2null und wollmilchsau fragte “Bringt Glassdoor Gehaltstransparenz nach Deutschland?“. Persoblogger Stefan Scheller schrieb “Glassdoor gefährdet die Candidate Experience deutscher Unternehmen massiv – Handlungsbedarf!” und im blog online-recruiting.net ging Eva Zils der Frage nach “Hat Glassdoor den Deutschlandstart vermasselt?“.

Und natürlich durften auch die ersten Auszeichnungen von Arbeitgebern nicht fehlen: “Das sind Deutschlands beste Arbeitgeber” befanden Fokus/Xing/kununu und “Beste Arbeitgeber in Berlin-Brandenburg 2015” wurden von Great Place to Work bekannt gegeben.

Schließlich machten noch zwei Gehaltsstudien auf sich aufmerksam: der Stepstone Gehaltsreport und der Gehaltsreport für IT-Fachkräfte von Personalmarkt und Computerwoche.

Februar 2015

Im Februar gab es einige Berichte zur Rolle von Social Media im Recruiting. Einerseits zeigte sich, dass Personaler sich dem Thema weiter öffnen “All like: Social Media ist des Personalers neuer Liebling“, andererseits wurde aber der Nutzen in Frage gestellt: “Social Media Recruiting: Echte Recruiting Erfolge über Social Media bislang selten” oder “Jobsuche: Tageszeitung immer noch am beliebtesten“.

Auch die Rolle von HR im Recruitingprozess wurde kritisch hinterfragt. Artikel wie “Bewerber möchten lieber mit dem Chef als mit HR sprechen” oder “Mangelhafte Recruitingprozesse: Arbeitgeber übersehen die besten Bewerber” befeuern die Diskussion darüber, wer die besseren Recruiter sind.

Recruiting, Employer Branding, Candidate Experience und vieles mehr wurde auch im HR Barcamp in Berlin diskutiert. Hier trafen sich bereits zum wiederholten Mal HR-Vertreter und HR-Dienstleister zu einer “Unkonferenz”, über die natürlich auch viel getwittert und gebloggt wurde, z.B. von Svenja Hofert oder Henrik Zaborowski.

Im Februar waren gleich zwei Twitter-Jobmessen wieder einmal Thema. Hierüber berichteten sowohl die Presse “Queb veranstaltet Twitter Jobmesse” / “Twitter wiederholt die Jobmesse – nun auch international” als auch Blogs wie Recrutainment “Heute läuft #deinjob/#yourjob auf Twitter. Was bringen solche “Messen”? Interview mit Deloitte und Philips” oder personalmarketing2null “Social Media Recruiting mit Öffnungszeiten – Jobmesse auf Twitter, die Zweite“. Aber auch ein weiteres interessantes Thema wurde im Februar groß: Recruiting via WhatsApp: Das war wirklich Zielgruppe! Weltpremiere mit WhatsApp-Chat im Recruiting.

Eine Bewerbungspanne machte zudem die Runde und sorgte für ein Schmunzeln: “Schottin schickt Rezept statt Lebenslauf – und bekommt Antwort von Jamie Oliver“. Last but not least sensibilisierte ein Gerichtsurteil für Rechtsfragen im Personalmarketing und Employer Branding: “Video im Internet: Ex-Mitarbeiter muss weiter für Firma werben“.

März 2015

Im März konnten wir viel über die Wünsche von Bewerbern und Mitarbeitern erfahren: “Führungskräfte wollen im Land bleiben“, “Wie sich Studenten am liebsten bewerben” und “Fachkräfte suchen Jobsicherheit“. Welche Arbeitgeber sich im Hinblick auf ihre Arbeitgeberattraktivität besonders gut schlagen, zeigen die Gewinner des Arbeitgeberwettbewerbs Great Place to Work, die in diesem Monat vorgestellt wurden. Monster veröffentlichte außerdem die Ergebnisse der jährlichen Studienreihe zu Bewerbungs- und Recruitingtrends und gab damit detaillierte Einblicke in die aktuellen Einstellungen und Verhaltensweisen von Bewerbern und Arbeitgebern.

Durch viele Blogbeiträge zog sich immer wieder das Thema Candidate Experience: So gab Henner Knabenreich mit einem Augenzwinkern “Sechs Tipps, wie Sie als Recruiter Bewerber abzocken“, Barbara Braehmer machte deutlich “Hier spricht der Kandidat: Massenmails sind Bockmist, Kaltanrufe auch“, Falko Brenner hinterfragte “Prozesse, Technologie, … Was beeinflusst die Candidate Experience? und Christoph Athanas postete”Employer Branding praktisch gelebt: In der Candidate Experience wird die Arbeitgebermarke greifbar und unterscheidbar“.

Daneben gewann man den Eindruck, dass an vielen innovativen Recruiting Tools gearbeitet wird – hier ein paar Beispiele: “truffls: Interview mit Gründer Clemens Dittrich“, “Authentisches Arbeitgebermarketing: “In Livestreaming-Apps wie Meerkat oder Periscope stecken ungeahnte Möglichkeiten” und “Virtual- und Augmented Reality in Personalmarketing und Recruiting!? Magic Leap als Wegweiser?”

Auch der Fachkräftemangel blieb weiter ein aktuelles Thema in den News. Dabei wurde einerseits auf potenzielle Mitarbeitergruppen geschaut, die dem entgegen wirken könnten: “Arbeitsmarktzahlen: Kaum Jobs für schwerbehinderte Menschen” oder “Zuwanderung: Deutscher Arbeitsmarkt braucht mehr Ausländer“. Und andererseits wurde die Situation am Ausbildungsmarkt thematisiert: “Azubi-Mangel verschärft sich weiter“.

Zwei interessante Unternehmensnews machten in diesem Monat ebenfalls die Runde: Die “Funke-Gruppe kauft die Jobbörse Absolventa” und “Xing kämpft mit 20.000 gefälschten Profilen“. Über das Thema “Teamhunting”: Manche IT-Unternehmen werben ganze Mitarbeiter-Teams ab wurde neu und über weit verbreitete Fehlentscheidungen im Recruiting mal wieder diskutiert.

Im März fanden auch verschiedene Verstaltungen statt, die für Recruiting-Interessierte Mehrwerte geboten haben: Der Recruiting-Convent und die HR Tech Europe sowie das erste HR Barcamp in Zürich. Und Kurioses gab es schließlich auch noch: So sorgte eine Stellenanzeige “Qualitätsmanager” für Aufregung – warum? Lesen Sie es hier.

Und was waren Ihre Recruiting-Highlights im ersten Quartal 2015?

Was ist Ihnen in Sachen Recruiting/Personalmarketing & Co. aus dem ersten Quartal 2015 in Erinnerung geblieben? Ergänzen Sie unseren Rückblick Recruiting 2015 gerne mit News oder Themen, die wir hier nicht genannt haben oder mit Ihren ganz persönlichen Erfolgsstories, Aufregern oder besondere Erfahrungen, die Sie als Recruiter oder in Recruitingprozessen erlebt haben.

Bild: © upo

Mit diesem Blogbeitrag startet die Serie Jahresrückblick Recruiting 2015.
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Ruth Böck
... ist einer der Köpfe von upo - Bausteine für Rekrutierungserfolg. Als "Recruiting-Qualitäterin" unterstützt sie Arbeitgeber in der Professionalisierung ihres Recruitings durch Recruiting Analysen und Beratung, Konzeption von Recruiting Instrumenten, operative Recruiting Services (RPO) oder den Ausbau von Recruiting Kompetenz durch Webinare, Seminare und Workshops. Außerdem ist sie die Initiatorin von Rekrutierungserfolg.de - dem Portal für das Recruiting.
Bisherige Kommentare:

[…] haben Sie sich noch erinnert: im ersten Teil unseres Rückblick Recruiting 2015 haben wir den Spot auf das erste Quartal gelegt. Bereits da war schon in der Recruiter-Welt so […]

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